Aachen: Kripo kämpft sich durch die kläglichen Reste der Halle

Aachen: Kripo kämpft sich durch die kläglichen Reste der Halle

Auf dem Gelände, wo bis Montag noch eine 10.000 Quadratmeter große Halle mehrere Firmen beheimatete, sieht es aus wie nach einem Bombenangriff. Weite Teile des Gebäudes sind durch das Feuer, das in der Nacht zum Montag am Prager Ring ausbrach, zerstört. Am Dienstag wachte die Feuerwehr noch mit zwölf Leuten darüber, dass Glutnester nicht wieder aufflammen.

Gleichzeitig nahm die Kriminalpolizei ihre Arbeit auf und wühlte sich durch die verbrannten Reste unter anderem im „poco“-Möbellager, das innerhalb kürzester Zeit komplett in Flammen gestanden hatte. Ein Polizei-Helikopter kreiste über dem Brandort. Unterstützt werden die Aachener Ermittler von Kollegen des Landeskriminalamts, wie Jost Schützeberg, Sprecher der Staatsanwaltschaft, bestätigte. Viel mehr sagt er mit Blick auf die laufenden Ermittlungen allerdings nicht.

Wie nach einem Bombenangriff: Weite Teile der Halle wurden völlig zerstört. Foto: Ralf Roeger

Dabei gibt es einige Fragen, die im Zuge der Untersuchungen zu beantworten sind — natürlich vor allem jene, ob es denn Brandstiftung war. Das auch mit Blick darauf, dass der Möbel-Discounter vor dem Aachener Brand erpresst worden sein soll. Am 22. Mai ging bereits ein „poco“-Gebäude in Köln in Flammen auf. Anschließend soll das erste Erpresserschreiben eingegangen sein, kurz vor dem Feuer in Aachen ein weiteres.

2014 hatte ein Zentrallager der Firma in Hagen gebrannt. Damals war ein Kurzschluss die Ursache. Allerdings konnte es dazu nur kommen, weil zuvor ein in fast drei Metern Höhe hängender Sicherungskasten beschädigt wurde. Wie und warum, ist bis heute nicht geklärt. Auch hier werden die Ermittler nun sicher noch einmal hinschauen.

(stm)
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