Aachen: Kreis-CDU: Ulla Thönnissen will es wieder wissen

Aachen: Kreis-CDU: Ulla Thönnissen will es wieder wissen

Als Ulla Thönnissen vor zwei Jahren antrat, um abermals CDU-Kreisvorsitzende zu werden, da lagen auf örtlicher Ebene schwere Zeiten hinter ihrer Partei. Insbesondere das Zerwürfnis innerhalb der Ratsfraktion lag den Aachener Christdemokraten noch schwer im Magen. Vor diesem Hintergrund brachte Thönnissen 73 Prozent der Delegierten hinter sich.

Nur, kann man sagen.

Denn im Jahr zuvor, als sie erstmals zur Vorsitzenden gewählt wurde, konnte sie noch auf 93 Prozent der Delegierten bauen. Und 2015? Das wird sich am kommenden Freitag zeigen, wenn der nächste Kreisparteitag der CDU auf dem Programm steht.

Ulla Thönnissen will jedenfalls als Vorsitzende weitermachen. „Ich habe gehört, dass ich vorgeschlagen werden soll“, sagte sie gestern. Dem werde sie sich denn auch nicht verweigern. Wobei Ulla Thönnissen für die CDU längst multifunktional unterwegs ist — als Landtagsabgeordnete, als Fraktionschefin im Städteregionstag, als Fraktionsmitglied im Stadtrat und eben als Parteivorsitzende. Thönnissen hofft, mit dem bisherigen Team weitermachen zu können. Gemeinsam habe man in den vergangenen beiden Jahren eine sehr harmonische und erfolgreiche Arbeit geleistet.

Die CDU erwartet am Freitag überdies prominenten Besuch. Jens Spahn wird zu Gast sein. Der 35-jährige Bundestagsabgeordnete ist seit einigen Monaten parlamentarischer Staatssekretär im Bundesfinanzministerium. Er ist auch einer der Köpfe der Initiative „CDU 2017“. Deren Vorstellungen von der Zukunft der Partei können auch Folgen auf lokaler Ebene haben. So sollen Parteitage nicht mehr Delegierten vorbehalten sein, sondern demnächst allen Mitgliedern. Das soll am Freitag diskutiert werden. „Ich bin für solche Konzepte offen“, sagt Ulla Thönnissen.

Spahn wird zudem den Vortrag zu Chancen und Herausforderungen der Flüchtlingssituation halten. Spahn hat dieser Tage als erster führender CDU-Politiker die aktuelle Flüchtlingspolitik der Bundesregierung kritisiert und erklärt, dass Sorgen der Bürger dabei ignoriert würden. Auch das wird beim Parteitag Diskussionsstoff liefern.

(stm)
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