Konzerte in Aachen mit Hub Hildenbrand und dem Nau Trio

Livemusik : Ein gutes Stück Weltmusik ist im Bunker zu hören

Die Herbst- und Wintermonate sorgen für prallgefüllte Terminkalender bei Musikliebhabern. Vielerorts starten jetzt wieder Konzertreihen – oder sind in den vergangenen Wochen wieder an den Start gegangen.

Eine solche Reihe ist zum Beispiel „Jazz im Bunker“ im Musikbunker, die mit Hub Hildenbrand am Donnerstagabend fortgeführt wird. Und das ist ein ganz besonderer Musikgenuss, wobei die Einordnung Jazz in diesem Fall ein wenig zu kurz greift. Hub Hildenbrand verbindet in seiner Musik die vielfältigen Klänge, die er auf der ganzen Welt etwa in Indien, der Türkei, Usbekistan, Iran, Afghanistan, Irland, Deutschland oder den USA gehört und gesammelt hat. Diese Eindrücke führt er zusammen und bringt sie mit nur einem Instrument zum Ausdruck: mit seiner Gitarre. Es macht absolut sprachlos, wenn Hub Hildenbrand spielt, virtuos und mit einer traumwandlerischen Leichtigkeit, kraftvoll und sanft.

Er habe einmal vor langer Zeit beschlossen, alles was er spielt nur noch auf einem Instrument zu spielen und quasi eins zu werden mit diesem. Hildenbrands ausdrucksstarkes, nuancenreiches Gitarrenspiel nimmt den Zuhörer mit auf eine innere Reise in eine farbenreiche Klangwelt, die berührt und beeindruckt – sehr hörenswert. Am Abend wird er neue Titel spielen, die auf seinem nächsten Album erscheinen werden. „Neuerdings setze ich zusätzlich zur Gitarre auch mal  meine Stimme sehr sparsam als zusätzliche Klangfarbe mit ein. Mein Solo-Programm ist letztendlich einer steten Fortentwicklung unterzogen, es entwickelt sich mit mir weiter“, erklärt der Musiker, der am Donnerstag zum ersten Mal in Aachen spielen wird.

Wer dabei sein möchte, der ist Donnerstagabend ab 19 Uhr im Musikbunker an der richtigen Adresse. Das Konzert beginnt um 20 Uhr. Und das nächste Konzert der Reihe „Jazz im Bunker“ findet mit ADHD bereits am kommenden Montag statt.

Eine andere Reihe, die wieder gestartet ist, ist die Reihe „Jazz in der Nadelfabrik“. Sonntag, 10. November, tritt am Reichsweg das Nau Trio auf. Das Trio ist ein multikulturelles Ensemble, das aus drei jungen Musikern aus Brasilien, Chile und den Niederlanden besteht, deren Heimatstadt Köln ist. Während der europäische Jazz im Spiel des Nau Trios immer im Mittelpunkt steht, geben südamerikanische und afrikanisch-folkloristische Elemente dieser Formation seinen einzigartigen Sound. Henrique Gomide (Klavier), Jean Louc Commas (Kontrabass) und Antoine Duijkers (Schlagzeug) verbindet nicht nur die Liebe zur Musik sondern auch eine Freundschaft untereinander sowie der Respekt und das Interesse an der jeweiligen anderen Kultur. Dem Sound merkt man das an, so dass dem Zuhörer ein rundum gelungener Abend bevorsteht. Das Konzert beginnt um 18 Uhr, Einlass ist ab 17 Uhr. Der Eintritt ist frei.