Aachen: „Konfusionen“ sorgen für wahre Lachkrämpfe beim Theater 99

Aachen: „Konfusionen“ sorgen für wahre Lachkrämpfe beim Theater 99

Es soll ein romantisches Dinner-Date ausgelaugter Eltern im Lieblingsrestaurant werden. Diummerweise sitzt aber des Gatten Chef im selben Restaurant mit seiner Ehefrau.

Als dann auch noch herauskommt, dass Martins Ehefrau mit dessen Chef, Donald Pearce, die letzten drei Wochen in einem römischen Luxushotel verbracht hat, ist das Drama perfekt. Die Frauen stürmen aus dem Lokal, die Männer landen an der Bar.

Diese und weitere urkomische Szenen sehen die Zuschauer, die im Theater 99 „Konfusionen“ erleben. Bereits im Oktober feierte die britische Komödie von Alan Ayckbourn im kleinen, aber feinen Theater am Gasborn Premiere und beschert den Zuschauern seitdem regelmäßig grandiose Unterhaltung — Lachkrämpfe inklusive.

„Das Stück lebt von den kleinen, bösen Episoden, die sich in nahezu jedem Alltag schon einmal zugetragen haben. Die Zuschauer können sich bei der Vorstellung jedoch zurücklehnen und glücklich sein, mal nicht in diesen schrecklich unangenehmen Situationen zu stecken“, beschreibt die Vorsitzende der Aachener Kultur- und Theaterinitiative, Jutta Kröhnert, das Besondere an „Konfusionen“. Der Verein ist Träger des Theaters, das als Spielstätte für Vereinsproduktionen, aber auch externe Veranstaltungen, dient.

Für Kröhnert ist das von ihr angesprochene Zurücklehnen allerdings nicht angesagt, wenn die Komödie aufgeführt wird. Sie findet sich dann auf der Bühne wieder und spielt eine dauerhaft beanspruchte Mutter dreier Kinder. Ihr Mann weilt währenddessen bei einer Geschäftsreise, die er zur penetranten Annäherung an jüngere Frauen nutzt.

Mrs. Compton stresst diese Situation ungemein, das Klingeln des Telefons wird vorsichtshalber bereits ignoriert. Gekrönt wird das Ganze dann auch noch durch das Nachbar-Ehepaar, das einfach mal „nach dem Rechten schauen“ will und das Stresslevel Comptons dadurch in ungeahnte Ausmaße versetzt.

„Es ist ein unvergleichlicher Ayckbourn, der durch seinen britischen Humor alltägliche Szenen zu unterhaltsamer Comedy macht“, stimmt Torsten Sammet als Teil des Schauspieler-Ensembles von „Konfusionen“ Kröhnert in Bezug auf die Besonderheit des Stückes zu.

15 Schauspieler und drei Tänzer werden den britischen Humor Ayckbourns noch an drei Terminen im Januar (12., 13. und 14.) auf die Bühne bringen, bevor die absurden Alltags-Katastrophen wieder aus dem Theater 99 verschwinden. Dann dient wieder ausschließlich das reale Leben als Bühne solcher Szenen, die ohne das Zurücklehnen im Theater für furchtbare Aufregung sorgen.