Kommentiert: Öcher Kreativität dringend gefragt

Kommentiert: Öcher Kreativität dringend gefragt

Der Expansionsdrang eines der wichtigsten Arbeitgeber hier, das größte Volksfest der Stadt da. Tausende Jobs hier, hunderttausende Besucher und das wirtschaftliche Überleben vieler Familienbetriebe da.

Die Verantwortlichen der Stadt müssen in den kommenden Monaten diese Zwickmühle lösen. Denn beides ist auf ein und derselben Fläche nicht zu haben.

Klar ist: Die Stadt muss alles dafür tun, Lindt in Aachen zu halten. Die Stadt kann sich glücklich schätzen, dass der Konzern hier nochmals zig Millionen investieren und auf Sicht vielleicht weitere 1000 zu den jetzigen 2300 Stellen schaffen will. Das ist unbezahlbar. Wandert Lindt mangels Erweiterungsfläche ab, wäre das eine Katastrophe für Aachen.

Klar ist damit auch: Der Öcher Bend wird nach 90 Jahren weichen müssen. Im Kleinen ist das, als würde man das Oktoberfest von der Theresienwiese verbannen. Eine Alternative aufzutun, scheint im Stadtgebiet fast unmöglich. Und doch muss man sie finden. Das ist die Stadt den Schaustellern schuldig.

Das ALRV-Gelände bietet sich aus vielen Gründen an, auch wenn da sicher noch einige Probleme zu lösen wären. Dass der ALRV das nicht so toll fände, ist verständlich. Man hat da aber auch schon an „Aachen olé“ vermietet. Die Kreativität aller Beteiligten ist bei diesem extrem wichtigen Thema angesagt. Denn Goldhase und Zuckerwatte sollen beide eine gute Zukunft in Aachen haben.

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