Aachen: Koffer voller Müll löst Großeinsatz aus

Aachen: Koffer voller Müll löst Großeinsatz aus

Röntgenfotos haben letztlich für den nötigen Durchblick gesorgt. Freitagnachmittag wurde am Westbahnhof ein verdächtiger Koffer entdeckt, der einen Großeinsatz der Polizei auslöste.

Sprengstoffexperten aus Düsseldorf mussten die Beamten aus Aachen und von der Bundespolizei unterstützen und stuften den Koffer nach sorgsamer Prüfung als ungefährlich ein. Es befand sich nur Müll im Innern.

Es ist das zweite Mal binnen kurzer Zeit, dass es an einem Aachener Bahnhof zu einem solchen Einsatz kommt. Am vergangenen Montagabend war auf dem Vorplatz des Hauptbahnhofes eine Tasche entdeckt worden - auch hier erwies sich der Inhalt als harmlos. Nun wurde am Westbahnhof zwischen dem alten Bahnhofsgebäude und einem Nebengebäude vor einer Paketstation das verdächtige Objekt entdeckt. Um 12.28 Uhr wurde der Gegenstand gemeldet. Die Polizei rückte an, der Vorplatz wurde abgesperrt, Passanten wurden nicht mehr zu ihren geparkten Autos vorgelassen.

Der Zugverkehr konnte dagegen ungestört weiterlaufen, nur für den Fall einer kontrollierten Sprengung wäre es hier zu einer Sperrung gekommen. Allerdings atmeten die Beamten vor Ort tief durch, als klar war, dass ihr Einsatz nicht mit der Ankunft eines Sonderzuges mit Fußballfans aus Cottbus kollidierte - es gab schlichtweg keinen solchen Zug, die Fans würden ausnahmslos mit den Regelzügen und Bussen anreisen.

Häufig enden solche Sonderzüge am Westbahnhof. Das Umfeld war auch ohne Fußballfans zu diesem Zeitpunkt ein Nadelöhr. Die Experten machten Röntgenaufnahmen von dem Koffer, und schon nach dem ersten Bild gab es Entwarnung. Der Einsatz endete um 15.45 Uhr.

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