Klimastreik-Aktivisten bereiten Großdemonstration in Aachen vor

Fridays for Future : Schüler suchen nach Schlafplätzen in der Stadt

Europaweit haben am Freitag wieder Schüler im Rahmen von „Fridays for Future“ für ein besseres Klima demonstriert – auch in Aachen. Nach Angaben der Veranstalter waren mehr als 2700 junge Menschen auf der Straße.

Diese Zahl, so die Organisatoren, dürfte bei der internationalen Demo, die für den 21. Juni geplant ist, locker getoppt werden. „Allein in die Sonderzüge, die wir an diesem Tag einsetzen, passen 3500 Menschen“, sagt Benedikt Neukirchen von dem ziemlich großen Orga-Team der Schüler. Unter anderem aus Österreich und Dänemark werden diese Züge erwartet. Hinzu kommen noch „viele, viele Reisebusse“, sagt Neukirchen.

Derweil sind ein paar Details zum geplanten Programm bekannt geworden. Die deutsche Band Culcha Candela wird, so haben es die Musiker bekanntgegeben, ein Konzert im Kennedypark geben. Auch andere Musiker würden sehr wahrscheinlich auftreten, erklärt Benedikt Neukirchen, allerdings dürfe er darüber noch nicht sprechen. „Das ist alles noch in Planung. Am Samstag nach der Demo soll ein Ausflug in den Hambacher Forst per Bus-Shuttle organisiert werden.

Weiterhin offen ist indes, wo die Schüler übernachten sollen, wenn sie in Aachen sind. Dass ihnen der Tivoli angeboten wurde, sei zwar richtig, sagt Benedikt Neukirchen, „allerdings nur als Veranstaltungsort, nicht als Übernachtungsort“, betont er. Und als Ort für die Kundgebung sei das Fußballstadion einfach nicht zentral genug.

An dem Appell, den die SPD, die Grünen, die Linken, die Piraten und die UWG am Freitag an den Aachener Oberbürgermeister gerichtet haben, wird sich die CDU übrigens nicht beteiligen. Das Schreiben beinhaltet sinngemäß, dass sich Aachen als guter Gastgeber präsentieren möge und unterstützend eingreifen solle in Sachen Schlafbörse und Sicherheitskonzept. „Ich halte es für absurd, dazu einen Brief zu formulieren“, sagt Holger Brantin, Vorsitzender der Aachener CDU, im Gespräch mit unserer Zeitung. „Ich brauche keinen Brief, um mich mit meinem Oberbürgermeister zu unterhalten.“

Die Stadt bemüht sich, so hatte Oberbürgermeister Marcel Philipp schon am Donnerstag erklärt, mit den Organisatoren eine einvernehmliche Lösung zu finden. Letztlich muss die Veranstaltung jedoch durch die Polizei genehmigt werden, nicht von der Stadt. „Mit der Polizei sind wir im Gespräch“, bestätigt Benedikt Neukirchen.

Bitte um Betten

Derweil werben die Aachener Schüler von „Fridays for Future“ in der Stadt dafür, dass auch Privatpersonen Schlafplätze für die Teilnehmer der Großdemo am Freitag, 21. Juni, anbieten. „Wir organisieren eine Bettenbörse, um zwischen Aachenern und Besuchern zu vermitteln“, heißt es in einer Stellungnahme. Wer einen Schlafplatz anbieten wolle, soll sich per E-Mail an bettenboerse-ac2106@fridaysforfuture.de wenden. Wichtig sei, dass Name, Adresse und Anzahl der verfügbaren Schlafplätze sowie eine Kontaktmöglichkeit angegeben werden.

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