Aachen: Klimaschutz ernst genommen

Aachen: Klimaschutz ernst genommen

„Das ist nicht nur für die CO2-Bilanz, sondern auch für junge Erfinder ein guter Tag”, fasste Städteregionsrat Helmut Etschenberg den Tenor der Verleihung des fünften Energiepreises am Mittwoch treffend zusammen.

Denn in Zeiten, in denen knappe Ressourcen und die globale Erwärmung zu einem drängenden Problem geworden sind, sei es wichtig, am besten schon im Kindesalter das Bewusstsein zu wecken, aktiv etwas für den Klimaschutz zu unternehmen, so Bürgermeister Björn Jansen in seiner Ansprache.

In Form eines Wettbewerbs wollen die Stadt Aachen und die Stadtwerke Aachen (Stawag) zum einen Privatpersonen, Unternehmen und Institutionen für ihre energieeffizienten Maßnahmen auszeichnen und zum anderen die Bürger zum Mitmachen ermutigen. Daher initiierten sie vor ein paar Jahren den Energiepreis.

Insgesamt 20 Teilnehmer reichten in diesem Jahr ihre Bewerbung ein, und hätten „hervorragende Konzepte” entwickelt, erinnert sich Stawag-Vorstand Dr. Peter Asmuth. In drei Kategorien zeichneten die Stadt Aachen gemeinsam mit der Städteregion und den drei Energieversorgern Stawag, Energie und Wasser vor Ort (enwor) und der Energie- und Wasserversorgung (EWV) im festlichen Weißen Saal des Rathauses die klimafreundlichsten Ideen aus.

Nach einem Hagelschaden seiner Zimmerei und Tischlerei entschloss sich der Besitzer Olaf Korr, beim Umbau die Produktionshallen klimafreundlich zu dämmen, und er hat damit nicht nur eine Energieersparung von rund 75 Prozent erreicht, sondern wurde auch für diese Umgestaltung mit dem ersten Preis in der Kategorie „Effizienzhaus” belohnt.

Um Energieeffizienz-Innovationen ging es in der zweiten Kategorie: Hier erhielten Rainer Buffo und Ingo Martin die Auszeichnung für ihre mittlerweile patentierte Idee eines Heckspoilers für Lastkraftwagen, der durch seine gute Aerodynamik die Treibstoffmenge und den CO2-Ausstoß maßgeblich verringert.

Am meisten freute sich Etschenberg über die Tatkraft und den Erfindungsgeist der Kinder einer Breiniger Schule, die ebenfalls an dem Wettbewerb um den Energiepreis teilgenommen haben und in der Kategorie „Kinder- und Jugendprojekte” den ersten Preis gewonnen haben.

In ihrer AG zu dem Thema „Technik verstehen - die Umwelt schonen” haben die Schüler der Offenen Ganztagsgrundschule Breinig mit ihrem Lehrer Dieter Rüttgers nicht nur Einiges über den Umweltschutz erfahren, sondern auch selbst unter anderem einen kleinen Windpark und einen Konservendosen Stirlingmotor gebaut. Die Preise waren je mit 3333,33 Euro dotiert und von der Stawag gestiftet.

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