Aachen: Kleine Lichtblicke in Sachen Philips-Labor

Aachen: Kleine Lichtblicke in Sachen Philips-Labor

Im Tauziehen um die Rettung möglichst großer Teile des Philips-Forschungslabors in Aachen sind am Mittwoch erste kleinere Erfolge erzielt worden - so jedenfalls sieht es Oberbürgermeister Marcel Philipp.

Am Vormittag hatte der neue OB zum Runden Tisch mit Vertretern der Stadt, von Gewerkschaften und Betriebsrat, Aachener Landtagsabgeordneten sowie NRW-Ministerien und Philips Research Europe geladen, um erste Möglichkeiten zur Schadensbegrenzung auszuloten. Denn klar bleibt, dass Philips im Laufe der ersten Jahreshälfte 2010 seinen Standort an der Eupener Straße schließen will.

Zumindest für die 70 Mitarbeiter aus den technischen und administrativen Abteilungen des Hauses würden nun aber mit Hochdruck neue Beschäftigungsfelder in den Blick genommen, betonte Philipp. Für handfeste offizielle Erfolgsmeldungen sei es zwar noch zu früh. „Aber wir haben konkrete Chancen, die Entwicklung neuartiger organischer Leuchtdioden weiterhin in Aachen voranzutreiben.” Die Zusammenarbeit mit den örtlichen Hochschulen könne „in diesem breiten Spektrum” intensiviert werden. Gleiches gelte für den Sektor Medizintechnik.

Spätestens Anfang Dezember sollen die Verhandlungen mit potenziellen Partnern aus der Wirtschaft und potenziellen Zuschussgebern wie dem Land NRW soweit gediehen sein, dass man zum erneuten Gespräch mit der Unternehmensleitung nach Eindhoven reisen könne, hofft Philipp. Zwar sei der Beschluss der Konzernleitung wohl nicht mehr umzustoßen. „Aber es gibt eine Verhandlungsbereitschaft, was die Rahmenbedingungen anbetrifft”, sagte Betriebsratsvorsitzender Dr. Georg Gärtner.