Aachen: Kita-Streik: Kundgebung auf dem Münsterplatz

Aachen: Kita-Streik: Kundgebung auf dem Münsterplatz

Rund 200 Erzieher und Erzieherinnen aus Aachen, Stolberg, Eschweiler und Essen folgten dem Aufruf der Komba Gewerkschaft Aachen zu einer Kundgebung auf dem Münsterplatz.

Die Verhandlungsführerin der DBB Tarifunion, Siglinde Hasse, berichtete den für mehr Geld und einen Tarifvertrag zur betrieblichen Gesundheitsförderung streikenden Beschäftigten, dass es immer noch kein verhandelbares Angebot der Arbeitgeberseite gebe.

„Wir wäre nicht hier, wenn alles in Ordnung wäre”, sagte Hasse. Der Abteilungsleiter Tarif des Komba Landesverbandes, Michael Kaulen, erklärte: „Immer weniger Kollegen haben immer mehr Tätigkeiten. So geht es nicht weiter!”

Eltern dürfen der Arbeit im Notfall fernbleiben

Bleibt die Kita wegen eines Warnstreiks geschlossen, darf ein Elternteil im Notfall der Arbeit fernbleiben.
Artikel Es müsse aber glaubwürdig sein, dass es keine andere Möglichkeit gibt, das Kind zu versorgen, sagte Jobst-Hubertus Bauer, Fachanwalt für Arbeitsrecht aus Stuttgart, dem dpa-Themendienst.

Kann ein Kind aus Gründen, die die Eltern nicht zu vertreten haben, nicht betreut werden, dürften sie vorübergehend bei der Arbeit fehlen. Der Vergütungsanspruch bestehe dann weiter.

Vorübergehend heiße aber auch, dass die Mutter oder der Vater sobald wie möglich zur Arbeit zurückkehren muss. Der Chef dürfe nicht verlangen, dass die Fehlzeit nachgearbeitet wird, erläuterte Bauer. „Vernünftige Arbeitgeber machen aber keine Probleme.” Eike Ostendorf-Servissoglu vom Verband berufstätiger Mütter in Köln riet, beim Arbeitgeber zu fragen, ob die Firma eine Notfallbetreuung bietet. Manchmal gebe es auch die Möglichkeit, das Kind ausnahmsweise zur Arbeit mitzunehmen.

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