Kita Franz-Wallraff-Straße genießt seit 25 Jahren hohen Stellenwert

Kita Franz-Wallraff-Straße : Freude auf neue Kinder und neue Aufgaben

Die Kindertagesstätte Franz-Wallraff-Straße feiert ihr 25-jähriges Bestehen. Aktuell besuchen 72 Kinder die Einrichtung – ohne Zukunftssorgen.

25 Jahre und kein bisschen leise: In der Kita Franz-Wallraff-Straße, einer Einrichtung, die in Brand hohen Stellenwert genießt, dürfen die Kinder so richtig Kinder sein. „Weil in Brand viele auf der Matte standen, die Nachfrage groß war, wurde gehandelt und 1993 die Eröffnung vorgenommen“, erinnert sich die ehemalige Kita-Leiterin Ulrike Timmers gut. Damals und heute sei die städtische Tageseinrichtung für Kinder gut ausgelastet. Mit insgesamt vier Gruppen, 85 Kindern und einem zehnköpfigen Kollegium ging es los. Frei nach der Devise „Ankommen in Brand, Team-Entwicklung, Konzeptentwicklung“, unterstreicht die aktuelle Leiterin Dorothee Beckers.

Modellkindergarten

2009 wurde man Modellkindergarten nach dem Lernkonzept „Klipp und Klar“ von Brigitte Haberda. Die stellvertretende Kita-Leiterin Doris Grief brachte dieses Konzept aus ihrer Zeit in Freiburg mit nach Brand. „Die Kinder sollen in der Schule Freude am Lernen haben und Erfolge verzeichnen“, erklärt sie. „Die Inhalte des ,Klipp und Klar’-Konzeptes fließen wie selbstverständlich immer mehr in die Arbeit mit unseren Kindern ein“, sagt sie. Etwa das Freispiel innen und außen, das Maxitreffen in der Vorschularbeit, Projektwochen und -tage sowie der Kita-Alltag.

Im September des Jahres 2000 wurde der Kindergarten Opfer einer Brandstiftung. Die Kita wurde in die Grundschule Brander Feld ausquartiert. 2007 legte dann ein Wasserschaden den Betrieb lahm, der Unterricht fand fortan in Containern statt. Eine Kernsanierung wurde 2013 vorgenommen, erinnert sich Ulrike Timmers.

Der Stadtteil Brand wächst permanent, ergo wird die Kita „immer bunter, positiver“, wie die drei Erzieherinnen stolz berichten. Kinder aus acht bis zehn verschiedenen Nationalitäten sind hier untergebracht. 18 Fachkräfte stehen derzeit zur Verfügung, von einem „starken Team“ ist die Rede.

Ein weiteres Ziel ist es, neue Lern- und Beziehungskulturen in den Einrichtungen zu etablieren. Außerdem befinde sich die Rolle des pädagogischen Fachpersonals im Wandel. Beckers sagt: „Es geht darum, einen gemeinsamen, vertrauensvollen und wertschätzenden Weg mit den Kindern und Eltern zu beschreiten, auf dem sie in ihrer Selbstbestimmung und ihren eigenen kreativen Denkprozessen begleitet werden.“

Die Initiative „Kita 21“ setze sich zudem mit den Herausforderungen und Anforderungen des 21. Jahrhunderts auseinander. Um die Zukunft der Einrichtung machen sich Beckers, Grief und Timmers unterdessen keine Sorgen. Da der Stadtteil stets wachse, kämen neue Kinder und Aufgaben auf alle zu. Geschwisterkinder haben in der Franz-Wallraff-Straße einen hohen Anteil. Aktuell werden 72 Kinder in vier Gruppen betreut.

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