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Martinsumzüge: Kinder ziehen mit Laternen durch die Stadt

Martinsumzüge : Kinder ziehen mit Laternen durch die Stadt

Nach den Absagen im Vorjahr finden jetzt wieder Martinsumzüge statt. Einschränkungen gibt es ab 2500 Teilnehmern.

Veranstaltungen zum Martinsfest und Laternen-Umzüge an Sankt Martin sind insbesondere für Kinder ein Lichtblick im dunklen Herbst.

Viele Schulen, Kindertagesstätten, Kirchen und Vereine beschäftigen sich mit der Planung eines Martinsumzuges und erkundigen sich bei der Stadt nach den Rahmenbedingungen in diesem Jahr. Nachdem Martinszüge 2020 im Stadtgebiet pandemiebedingt nicht durchgeführt werden konnten, sind diese mit Blick auf die aktuelle Entwicklung unter bestimmten Bedingungen möglich. Das teilt das städtische Presseamt mit.

Für Martinsumzüge im öffentlichen Raum gelten die Vorgaben für Veranstaltungen unter freiem Himmel. Die aktuelle Coronaschutzverordnung gilt zunächst bis zum 29. Oktober. „Auch wenn weiterhin nicht absehbar ist, wie sich die Lage darüber hinaus und in Zukunft entwickelt, sind die Signale auf Landesebene zum Thema Martinszüge derzeit positiv. Uns ist es ein wichtiges Anliegen, alle Organisationsteams auf dem Laufenden zu halten“, teilt Susanne Aumann vom Fachbereich Sicherheit und Ordnung mit.

Es kommt auf die Größe an

Veranstaltungen zum Martinsfest können nach aktuellem Stand in Nordrhein-Westfalen stattfinden und unterliegen, sofern nicht mehr als 2500 Personen teilnehmen, keinerlei Beschränkungen. Große Martinsumzüge als Veranstaltungen im Freien mit mehr als 2500 aktiv Teilnehmenden, Besucherinnen und Besuchern oder Zuschauern dürfen weiterhin nur mit einem 3G-Nachweis (geimpft, genesen, getestet) besucht werden. Veranstalter haben in diesen Fällen gemäß Coronaschutzverordnung auf die 3G-Regel in Einladungen und Aushängen hinzuweisen und müssen die Nachweise stichprobenartig überprüfen. Kinder und Jugendliche bis 16 Jahren gelten aufgrund der regelmäßigen Tests in Kitas und Schulen grundsätzlich als getestet.

Für Zusammenkünfte in Innen­räumen, zum Beispiel bei der Ausgabe von Getränken oder Sankt-Martins-Gebäck, sind weiterhin Vorgaben der Coronaschutzverordnung zu beachten. Hier gilt insbesondere die 3G-Regel und das Tragen einer Maske in Innenräumen oder wenn der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann – insbesondere in Warteschlangen, Anstellbereichen, Verkaufsständen oder Kassenbereichen. Zudem empfiehlt sich weiterhin die Einhaltung der grundsätzlichen AHA+L-Regeln.

Heinrich Brötz, Leiter des Fachbereichs Kinder, Jugend und Schule, sagt: „Die Martinszüge haben im Kita- und Schulleben eine hohe Bedeutung, weil sie gemeinschaftsstiftend sind und gerade in diesen Zeiten auch die wichtige Botschaft von Solidarität und Zusammenhalt transportieren. Daher bin ich froh, dass die Umzüge unter den genannten Bedingungen wieder möglich sind.“

Ordnungsamt hilft

Viele Veranstalter haben sich in den vergangenen Wochen bereits im Fachbereich Sicherheit und Ordnung gemeldet, denn auch abseits von den Corona-Maßnahmen werden Martinsumzüge im öffentlichen Raum unter verkehrsrechtlichen Aspekten geprüft. Kleine Martinzüge müssen als örtliche Brauchtumsveranstaltungen lediglich angezeigt werden. Martinszüge mit mehr als 500 Personen sind nach der Straßenverkehrsordnung (StVO) genehmigungspflichtig.

Für entsprechende Anzeigen und Anträge zu Martinsumzügen steht das Ordnungsamt per E-Mail an
genehmigungveranstaltungen@mail.aachen.de zur Verfügung. (red)

(red)