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Aachen: Kinder- und Jugendbuchwochen: Spannendes für (fast) jedes Alter

Aachen : Kinder- und Jugendbuchwochen: Spannendes für (fast) jedes Alter

Aachen: Lesemarathon für Kinder

„Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne.“ Das Zitat des Schriftstellers Hermann Hesse beschreibt einen Zauber, der das grade Erlebte zu etwas Besonderem macht. Genau diese Faszination wollen die Organisatoren der 22. Aachener Kinder- und Jugendbuchwochen unter dem Motto „Anfang“ auf ihre Besucher übertragen.

Eröffnet wurde die Veranstaltung in der Stadtbibliothek mit der Schriftstellerin und Illustratorin Ute Krause, die neben einer Lesung gleichzeitig in einer Ausstellung ihre Zeichnungen aus insgesamt sechs verschiedenen Büchern präsentierte. Für die Organisatorinnen Tina Terschmitten und Alexandra Lünskens sind die Jugendbuchwochen immer wieder eine tolle und spannende Zeit mit vielen Angeboten.

„Die Resonanz der Veranstaltung ist jedes Jahr super. Spätestens zwei Wochen nach Bekanntgabe der Termine sind meistens alle Karten ausverkauft. Im Fokus steht die Begegnung mit dem Autor oder Illustrator. Das ist für die Kinder und Jugendlichen immer etwas Besonderes und nicht zu vergleichen mit den digitalen Medien“, erzählte Terschmitten.

Die Angebote richten sich an Kinder von drei bis 15 Jahren. Neben den Lesungen sind vor allem die Workshops mit dem Illustrator Torben Kuhlmann hoch im Kurs sowie die verschiedenen Theaterstücke, wie beispielsweise das Figurentheater Heinrich Heimlich.

Ute Krause begrüßte gleich am ersten Tag ein paar Grundschüler, die sich neugierig um die Zeichnungen im Schaukasten reihten. „Minus Drei“ und „Die Muskeltiere“ sind einige ihrer Kinderbücher. Darin geht es um Dinosaurier, Hamster und Urfische, die in ihren aufregenden Geschichten die Kinder zum Lachen und Mitfiebern bringen.

Krause, die seit 1985 mehr als 300 Kinder- und Bilderbücher veröffentlicht hat, nahm sich gerne Zeit, auf die Fragen der kleinen Gäste einzugehen. Neben ihr lasen auch Sigrid Zeevaert und Lena Hach im Rahmen der Jugendbuchwochen aus ihren Büchern. Eines wurde dabei schnell deutlich: Selbst in Zeiten, in denen es so scheint, als wären schon die Kleinsten permanent in den digitalen Welten versunken, steht das gute alte Vorlesen immer noch hoch im Kurs.

Terschmitten wunderte das nicht, wie sie ergänzte: „Eine persönliche Begegnung mit interessanten Inhalten ist einfach mit keinem virtuellen Kontakt zu vergleichen.“ Die Ausstellung von Ute Krause kann bis zum 28. November in der Stadtbibliothek, Couvenstraße 15, besucht werden.