Kimiko Isle of Art feiert in Aachen den fünften Geburtstag

„Kimiko – Isle of Art“ : Das Kulturfestival ist den Kinderschuhen entwachsen

Mit rund 45 Programmpunkten lockt das Festival „Kimiko – Isle of Art“ ab Freitag, 23. August, zum Ludwig Forum. Als Headliner haben die Veranstalter Trettmann und die Antilopen Gang gewonnen.

Reif für die Einschulung wäre das Kimiko-Festival „Isle of Art“ mit seinen fünf Jahren offiziell zwar noch nicht. Den Kinderschuhen ist das Kulturfestival am Ludwig Forum dennoch längst entwachsen. „Wir haben uns langsam etabliert und sind auf einem guten Weg“, sagt Rick Opgenoorth vom Verein Jakobshof Aachen, und hat natürlich gleich mehrere Argumente – und Zahlen – parat, um diese Aussage zu untermauern: drei Tage, vier Bühnen auf zwei Ebenen, 45 Auftritte und erwartete 7000 Gäste. Das Line-up, mit dem Opgenoorth und seine Mit-Veranstalter Jens Michel und Wolfgang Schumacher ab Freitag, 23. August, an der Jülicher Straße aufwarten, kann sich durchaus sehen lassen.

Mit Trettmann haben sie „einen der zurzeit angesagtesten Künstler“ als Headliner für Samstag gefunden. Der deutsche Hip-Hop-Sänger belegt mit seinem Hit „Du weißt“ aktuell Platz 15 der Single-Charts. Erfolge in den Hitlisten durfte auch schon die Antilopen Gang begießen. Das Hip-Hop-Trio mit Aachener Wurzeln bildet am Freitagabend den Haupt-Act. In Frauenhand ist dafür der Ausklang des Festivals: Am Sonntag, 25. August, beendet die US-amarikanische Künstlerin Akua Naru das Bühnenprogramm – „ein absolutes Muss“, wie Jens Michel sagt.

Dabei liegt naturgemäß beim „Kimiko – Isle of Art“ der Fokus längst nicht nur auf der Musik. Auch im fünften Jahr sucht das Festival den Schulterschluss mit dem Ludwig Forum. An allen drei Tagen werden Kurzführungen durch das Museum angeboten, berichtet Myriam Kroll, kommissarische Leiterin des Ludwig Forums – „damit die Leute mal durchschnaufen können“.

Der Museumseintritt ist im Ticket enthalten. Entspannte Ruhepausen verspricht auch Miriam Wolf von den Carolus Thermen. Sich mal eben zwischen zwei Konzerten die angespannten Muskeln durchkneten lassen? Am „Carolus Beach“ ist das möglich. Auch Yoga-Fans kommen auf ihre Kosten.

Neu ins Programm aufgenommen haben die Veranstalter die Talent Stage, auf der unter anderem junge Nachwuchstalente vom „Kingz Corner“ ihre Musik präsentieren. Zudem seien nun noch mehr lokale Initiativen vertreten. So werde unter anderem „Fridays for Future“ einen Stand auf dem Gelände aufbauen.

Dass all diese unterschiedlichen Programmpunkte ein rundes Ganzes ergeben, ist die große Herausforderung. „Die Kunst wird sein, dass wir an jeder Stelle die nötige Lautstärke haben, es aber keine Dauerbeschallung gibt“, sagt Op­genoorth. „Es soll entspannt sein.“ Ein Fest für Jung und Alt eben.

Das dürfte nicht zuletzt die Anwohner freuen. 2017 hatte es noch heftige Kritik an der lauten Beschallung gegeben. Diese Töne sind mit der Neuausrichtung des Festivals und der Gründung der „kleinen“ und auch etwas lauteren Schwester auf dem Campus leiser geworden. Per Brief wurden die Anwohner jetzt auch nochmal direkt auf den Start des Festivals hingewiesen, sagt Opgenoorth. Bis in die Morgenstunden kann man beim Kimiko natürlich trotzdem feiern – im Space geht am Freitag und Samstag die Party weiter. Unter Einhaltung der Nachtruhe, versteht sich.

Tickets (Tageskarten und für alle drei Tage) gibt es beim Medienhaus Aachen an der Dresdener Straße und am Elisenbrunnen sowie beim Klenkes Ticketshop im Kapuzinerkarree. Das komplette Programm gibt es im Internet.

Mehr von Aachener Zeitung