Aachen: Kettensägen machen 41 Bäume klein

Aachen: Kettensägen machen 41 Bäume klein

Auf der Hörn kreischen die Kettensägen. Und das werden sie noch knapp zwei Wochen tun. Denn in der Ahornstraße, in der Melatener Straße und am Seffenter Weg werden 41 Bäume gefällt. Es sind keine kleinen, sondern teils dicke Bäume — vor allem Ahorne.

Die Aktion sorgt bei Zeugen natürlich für Empörung — auch wenn sie der zuständige Stadtbetrieb vorher samt Erläuterungen längst angekündigt hatte.

41 Bäume werden gefällt: Laut Stadt sind die teils massiven Gehölze an der Ahornstraße, der Melatener Straße und am Seffenter Weg „abgestorben“. Das könnte zu Gefahren führen. Konkrete Neupflanzungspläne gibt es bislang nur für die Ahornstraße. Foto: Ralf Roeger

Die betroffenen Bäume seien „abgestorben“, sagt Elisa Bresser vom Presseamt auf Nachfrage. Die Stadt habe die Verpflichtung, für die nötige Verkehrssicherheit zu sorgen. Schließlich könnten Äste abbrechen und auf Gehwege oder Straßen krachen. Das könnte böse Folgen haben.

Und so hat man sich entschieden, die 41 Bäume zu fällen. Außer dem Fällen wird man bei den verbleibenden Bäumen gleich noch die fälligen Grünpflegearbeiten erledigen, weswegen die Aktion rund zwei Wochen dauere.

Neue Ahorne an der Ahornstraße

Und was ist mit neuen Bäumen? Auf diese Frage gibt es drei Antworten — je nach Straße unterschiedliche. So gebe es für die Ahornstraße schon konkrete Pläne, neue Gehölze — dann ebenfalls wieder Ahorne — zu pflanzen. Die Umsetzung dessen stehe jedoch noch unter „Haushaltsvorbehalt“.

Was soviel bedeutet, als dass erstmal das nötige Geld da sein muss. An der Melatener Straße wird es Neupflanzungen als Ersatz für die gefällten Bäume wohl nicht kurzfristig, „sondern eher mittelfristig“ geben, so Elisa Bresser. Am Seffenter Weg ist die Situation wieder eine andere. Für diese Straße soll zunächst ein „Gesamtkonzept“ erstellt werden. Zuständig sei dafür der Fachbereich Umwelt.

(stm)