Aachen: Keine Gewalt: „Ladies in Black“ starten eine Öffentlichkeitskampagne

Aachen : Keine Gewalt: „Ladies in Black“ starten eine Öffentlichkeitskampagne

„Er (der Spielball) mag Schläge. Sie (die Spielerin) nicht“. Mit dieser Plakataussage startet der Fachausschuss Gewalt gegen Frauen gemeinsam mit den „Ladies in Black“ eine Öffentlichkeitskampagne unter dem Titel „Respekt statt Gewalt“.

Nach wie vor ist das Thema Gewalt an Mädchen und Frauen hochaktuell. Jede vierte Frau wird in Deutschland mindestens einmal in ihrem Leben Opfer einer Gewalttat. Die Dunkelziffer ist noch weitaus höher. Schon jetzt wird in einigen Städten Deutschlands verstärkt auf diese Problematik in Form von gemeinsamen Kampagnen mit bekannten Persönlichkeiten aus Medien, Kultur und Sport aufmerksam gemacht. Nun auch in Aachen.

Die Ladies in Black sind für viele Aachener in der Region positive weibliche Vorbilder. Im Rahmen der Kampagne nutzen die Spielerinnen McKanzie Adams und Lindsay Dowd ihre Stimme, um wachzurütteln. Während Schläge beim Ballkontakt unerlässlich sind, sind sie abseits des Spiels ein Tabu. „Die ‚Ladies‘ spielen respektvoll und fair und haben in der Stadt einen hohen Bekanntheitsgrad.

So kam uns die Idee, gemeinsam eine Kampagne zu starten“, berichtet Natalie Djurkovic vom Verein Frauen helfen Frauen. Auch Dieter Ostlender, Presseverantwortlicher der „Ladies“, war von der Zusammenarbeit sofort begeistert, wie er betont: „Es ist wichtig, dass auf Missstände hingewiesen wird. Respekt und Fairness spielen nicht nur bei uns innerhalb des Spiels und im Umgang eine große Rolle, sondern sollten auch im alltäglichen Leben eine Selbstverständlichkeit sein.“

Seit dieser Woche sind insgesamt 75 Plakate in Aachen zu sehen sein. Mit Postkarten derselben Motive wird die Kampagne „Respekt statt Gewalt“, die durch das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert wird, bis ins nächste Jahr fortgeführt.

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