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Entwarnung: Keine Gesundheitsgefährdung durch Ammoniakwolke in Aachen

Entwarnung : Keine Gesundheitsgefährdung durch Ammoniakwolke in Aachen

Die Aachener Feuerwehr war wegen einer Ammoniak-Wolke, die aus einem Gewerbebetrieb in der Lukasstraße ausgetreten ist, im Einsatz.

In einem Betrieb für Kältetechnik in der Aachener Lukasstraße im Gewerbegebiet Grüner Weg ist am Montagmorgen eine Ammoniakwolke ausgetreten. Die Feuerwehr erhielt kurz nach 7 Uhr zahlreiche Notrufe.

Als die Rettungskräfte vor Ort eintrafen, stellte sich die Lage als nicht bedrohlich dar, sagte ein Sprecher der Feuerwehr auf Anfrage unserer Zeitung. Das giftige Gas habe sich schnell verflüchtigt. Vorsorglich wurde den Anwohnern und den Beschäftigten der anliegenden Firmen empfohlen, vorläufig die Fenster noch geschlossen zu halten.

Die Kräfte der Feuerwehr führten im betroffenen Gebiet rund um den Betrieb umfangreiche Erkundungsmaßnahmen sowie Messungen im Straßenbereich sowie in umliegenden Gebäuden durch. Alle Messungen verliefen laut Einsatzleitung negativ. Dies bedeutet, dass zum Zeitpunkt der Messungen mit den Messgeräten der Feuerwehr keine nachweisbaren Konzentrationen vorhanden waren. Der Einsatz der Feuerwehr konnte daraufhin beendet werden.

Nach Aussage einer Firmensprecherin hatte ein Bauteil einer Spezialmaschine versagt. Dadurch sei ein Überdruck entstanden, das Sicherheitsventil habe sich sofort geöffnet, um das Gas abzublasen. Normalerweise würde das Gas, das leichter als Luft ist, sofort nach oben entweichen. Die aktuelle Inversionswetterlage habe es aber begünstigt, dass sich das Gas auch in die Breite ausgedehnt habe. Mitarbeiter des Betriebes hatten den Gasaustritt aber bereits vor Eintreffen der Feuerwehr stoppen können.

Ammoniak wird in der Kältetechnik eingesetzt. Ammoniak gilt als ökologisch und ökonomisch nachhaltig. Es trägt weder zum Abbau der Ozonschicht, noch zum Treibhauseffekt bei und ist im Gegensatz zu synthetischen Kältemitteln ein überall verfügbarer, effizienter und preisgünstiger Betriebsstoff. Erst in hoher Konzentration gilt es als gesundheitsgefährdend.

(alp)