Widerspruch nur in einem Fall: Kein Wohnbau auf dem Friedhof Kolpingstraße

Widerspruch nur in einem Fall : Kein Wohnbau auf dem Friedhof Kolpingstraße

Rund zwei Stunden dauerte in der Brander Bezirksvertretung die Debatte über den Entwurf des Flächennutzungsplans Aachen 2030. Dann hatten die Lokalpolitiker ihre Empfehlungen über acht Prüfflächen mit einer Gesamtgröße von gut 23 Hektar im Stadtbezirk ausgesprochen.

Politische Brisanz war in der Diskussion der acht Brander Prüfflächen nicht zu erkennen, weil die Positionen der Parteien eng beieinander lagen. So stimmte die Bezirksvertretung bis auf einen Fall allen Beschlussvorlagen der Verwaltung zu.

Bei der Ausnahme handelt es sich um eine Fläche am Friedhof Kolpingstraße. Diese Fläche wird künftig nicht mehr als Erweiterungsfläche des Friedhofs benötigt und sollte daher als Wohnbaufläche ausgewiesen werden. Dies fand nicht den Beifall der Bezirksvertreter, die vor allem ins Feld führten, dass man nicht alle Flächen „verbrauchen“ dürfe, sondern auch der nächsten Generation noch Möglichkeiten zur Gestaltung übrig lassen müsse. Also sprachen sich die Bezirksvertreter dafür aus, diese Fläche so zu belassen wie sie ist.

Abweichende Stimmen vom Mehrheitsvotum gab es in zwei Fällen von den beiden Vertretern der Grünen. Im ersten Fall ging es um die Gewerbefläche Brand Nord, die zwischen Eilendorfer Straße, Im Ginster, Autobahn 44, und Sebastianusweg/Brander Bach liegt unweit vom Brander Wald und landwirtschaftlich genutzten Flächen. Im Gegensatz zum aktuellen Flächennutzungsplan wurde die Fläche in der Vorlage bereits erheblich verkleinert und für eine gewerbliche Nutzung unter anderem wegen der unmittelbaren Nähe von bereits existierenden Gewerbebetrieben und der Autobahn geeignet. Die Grünen hätten diese Fläche gerne noch weiter verkleinert, wurden aber von den übrigen Fraktionen überstimmt, die unter anderem argumentierten, mit der Ausweisung als Gewerbefläche werde noch kein Baurecht geschaffen.

Ganz ähnlich war das Ergebnis im Fall der Wohnbaufläche Trierer Straße Süd. Hier geht es um eine Innenfläche im Areal zwischen Trierer Straße, oberer Ringstraße und Rollefstraße in einer Größe von gut zweieinhalb Hektar. Auch in diesem Fall hätten die Grünen die Fläche gerne kleiner gesehen, konnten sich damit aber nicht durchsetzen.

Unstrittig waren hingegen die Festsetzungen einer gemischten Baufläche und einer Versorgungsanlage für Elektrizität im Ortsteil Krauthausen im Bereich der Krauthausener Straße, sowie die Festsetzungen von Wohnbauflächen im Buchenheck, in der Pützgasse gegenüber von der Reithalle und in der Wilhelm-Ziemons-Straße unmittelbar neben der Schwimmhalle.

Mehr von Aachener Zeitung