Aachen: Katholische Frauengemeinschaft: „Familien brauchen mehr als Gleitzeit!“

Aachen: Katholische Frauengemeinschaft: „Familien brauchen mehr als Gleitzeit!“

Ein brennendes Wahlkampfthema der Bundestagswahl ist die Familienpolitik. Ein Thema, dessen sich auch die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) im Raum Aachen angenommen hat.

Denn hier ist noch vieles verbesserungswürdig — gerade in puncto Vereinbarkeit von Familie und Beruf für Frauen, bemängelt der größte katholische Verband Deutschlands. Aus diesem Anlass organisiert die kfd, die bundesweit mehr als eine halbe Millionen Mitglieder zählt, unter dem Motto „Arbeitest du noch oder lebst du schon? — Familien brauchen mehr als Gleitzeit!“ am 23. September ein Abendessen in lockerer Atmosphäre im Quadrum des Aachener Doms.

Das Tischgespräch ist Teil der kfd-Aktionswoche „Mahl.Zeit für Gespräche. Die kfd lädt ein“, die bundesweit mit 270 Veranstaltungen vom 23. bis 29. September stattfindet. Diskussionen, Impulse, Anregungen und Kritik zu familienpolitischen Themen sind hier erwünscht — jede/r Interessierte ist willkommen.

Als Diskussionspartner stehen zudem verschiedene Interessengruppen wie Vertreter der Stadtratsfraktionen, die Jury des „Prädikats Familienfreundliche Unternehmen“, Verbände, Arbeitnehmer sowie Roswitha Damen, die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Aachen, und Maria-Theresia Opladen, die kfd-Bundesvorsitzende, an diesem originellen Abend zur Verfügung.

Ein Impulsreferat wird Prof. Dr. Barbara Krause, ehemalige Gleichstellungsbeauftragte der Katholischen Hochschule NRW, vortragen. „Nicht nur Essen und Trinken sollen bei der Aktion Mahl.Zeit geteilt werden, sondern auch Meinungen und Visionen. Wir möchten unterschiedliche Menschen und Positionen an einen Tisch bringen. Die Aktion ist selbstverständlich auch offen für Spontangäste“, erklärt Edith Baur, Sprecherin des Diözesanen Leitungsteams.

Neben regen Gesprächen möchte die kfd auch eine Plattform für neue Netzwerke bieten, Erfahrungen können ausgetauscht werden. Damit die Ergebnisse des Diskussionsabends aber auch tatsächlich die Politik erreichen, steht ein besonderer Punkt auf der Menükarte: Auf Postkarten können die Teilnehmer ihre persönlichen familienpolitischen Forderungen als Statements formulieren.

Anschließend werden diese gebündelt an die frisch gewählten Mitglieder des Bundestags aus dem Wahlkreis Aachen geschickt. Eine wichtige Maßnahme, wie Monika Schmitz, Mitglied des Diözesanen Leitungsteams, findet: „Wir möchten, dass Frauen weiter erwerbstätig sein können, auch wenn sie eine Familie gründen. Zudem soll die Erziehungsarbeit von Männern stärker gefördert und gesellschaftlich akzeptiert werden.“