Schlechte Wetterprognose für Rosenmontag in Aachen

Sturm an Rosenmontag : Tief „Bennet“ lässt die Jecken bangen

Wenn am Wochenende die Karnevalszüge durch Aachen ziehen, sollten sich die Jecken auf zwei Dinge vorbereiten: Regen und Wind. Eine Absage ist allerdings noch kein Thema.

Die Sonne scheint bekanntlich für jeden – für Karnevalisten ebenso, wie für diejenigen, die mit dem Brauchtum nicht so viel anfangen können. Leider verhält es sich mit Regen und Sturm genauso. Und deshalb schauen die Öcher Jecken mit Sorge auf die Wetterprognosen für das Wochenende.

Denn Sturm und Regen sind sowohl am Tulpensonntag als auch am Rosenmontag in Aachen so gut wie sicher. „Ausgerechnet am Rosenmontag gibt es an relativ hohes Sturmpotenzial im Rheinland“, meldet der Deutschen Wetterdienst  (DWD) für Aachen. Momentan sehe es so aus, dass der Sturm eine Stärke von 9 erreichen könnte. „Das heißt, Böen von mindestens 85 Stundenkilometern sind sehr wahrscheinlich“, sagt ein DWD-Meteorologe auf Anfrage. Aber auch deutlich stärkere Windgeschwindigkeiten seien denkbar, ebenso wie Schauer und Gewitter. Eine genaue Prognose sei aber noch sehr schwierig.

Der Festausschuss Aachener Karneval (AAK) kennt als Veranstalter der Karnevalszüge diese Prognosen natürlich sehr wohl. Wie immer wird der AAK jeweils kurz vor dem Kinderkostümzug am Tulpensonntag und dem Rosenmontagszug gemeinsam mit den Sicherheitskräften von Feuerwehr und Polizei sowie der Stadt entscheiden, ob die Züge vielleicht sogar abgesagt werden müssen.

Erinnerung an Tief „Ruzica“

Doch AAK-Präsident Frank Prömpeler hofft natürlich, dass es soweit nicht kommt. Denkbar seien auch andere Sicherheitsvorkehrungen. „Vor drei Jahren bei Tief „Ruzica“ haben wir sämtliche Tiere aus dem Zug genommen und veranlasst, dass alle Tribünen und Zugwagen abgeplant werden, damit sich kein Wind darin verfangen kann“, berichtet Prömpeler. Düsseldorf hatte damals seinen Zug abgesagt, Aachen nicht. „Alle Vorkehrungen haben gegriffen“, erinnert der AAK-Präsident, zu Zwischenfällen sei es damals nicht gekommen. Solche Vorkehrungen seien im Falle des Falles auch diesmal denkbar. In diesem Zusammenhang macht Frank Prömpeler nochmals auf die AAK-App fürs Smartphone aufmerksam. Damit könnten die Jecken nicht nur Informationen über alle Zuggruppen für beide Züge kostenlos abrufen, sie werden zudem auch mit allen Neuigkeiten – gegebenenfalls auch zu Sicherheitsvorkehrungen oder gar einer Absage des Zuges – per Push-Benachrichtigung versorgt. Die App ist kostenlos im Playstore oder Appstore erhältlich.

Vom Wetter abgesehen, wünscht sich der AAK natürlich ausgelassene, aber friedliche Karnevalisten bei den Zügen. Wie in jedem Jahr appelliert der AAK im Schulterschluss mit Polizei und Rettungsdiensten: „Bitte vertragen Sie sich beim Trinken und trinken Sie nur so viel wie Sie vertragen!“ Erneut bittet der AAK um Sensibilität bei der Auswahl des Kostüms. „Martialische Verkleidungen, die andere in Angst und Schrecken versetzen und deshalb polizeiliches Einschreiten notwendig machen könnten, sollten vermieden werden“, rät Frank Prömpeler. Insbesondere das Mitführen täuschend ähnlicher Kriegswaffen oder Sprengvorrichtungen könne zu Missverständnissen führen.

Auch die Sperrstellen an neuralgischen Stellen werde es wieder geben, teilt der AAK mit. An diesen soll mit großen Lkw oder Bussen der unerlaubte Zugang zum Zugweg verhindert werden.

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