Prinzenproklamation: Thomas Müller ist neuer Karnevalsprinz in Aachen

Prinzenproklamation im ausverkauften Eurogress : Tom I. regiert nun die Öcher Jecken

Aachen hat einen neuen Karnevalsprinzen. In einer gut vierstündigen Show hat der Aachener Karnevalsverein am Samstag im ausverkauften Eurogress den 55-jährigen Unternehmer in der Immobilienbranche, Thomas Müller, zur Tollität Tom I. proklamiert.

Exakt 23.15 Uhr zeigte die Uhr in der Nacht von Samstag auf Sonntag, da war Aachens neuer Karnevalsprinz mit Prinzenkette, Zepter, Mütze, Federn und Urkunde komplett und aus Thomas Müller war Tom I. geworden. Gemeinsam mit seinem zehnköpfigen Hofstaat wird er nun unter seinem Motto „Als Öcher Europäer fier ich jear överall, mär nüüß es föör mich schönner, als Öcher Karneval." in den nächsten knapp 60 Tagen die Aachener Jecken regieren, bis am Aschermittwoch am 6. März alles wieder vorbei ist.

Vorausgegangen war ein knapp halbstündiges Prinzenspiel, in dem der designierte Karnevalsprinz als Karl der Große auf der Suche nach einer neuen Heimstätte für seine Kaiserpfalz war. Er schickte daher seine Berater quer durch Europa, um nach einem geeigneten Ort zu suchen. Und natürlich wurden die Abgesandten Karls – bis auf wenige Ausnahmen eher ungelenk dargestellt von den Mitgliedern seines Hofstaats – nach Stationen im schottischen Edinburgh, Paris, Madrid und Venedig in Aachen fündig.

Dort verzichtete der vermeintliche Kaiser Karl auf Umhang und Kaiserkrone und tauchte als Prinz Karneval Tom I. wieder auf der Bühne auf, wo er gleich seine ersten beiden Prinzenlieder „Wo sind die Hände?“ und eine „Choreo für Bauch, Beine und Po“ anstimmte. Auch hier gingen der jecken Truppe die Tanzschritte noch nicht ganz so flüssig aus der Hüfte, aber Partyqualitäten haben die Songs vor allem live schon. Und außerdem bleibt dem Prinzen und seiner Truppe in dieser ungewöhnlich langen Session bis Aschermittwoch ja noch reichlich Zeit

Aachen feiert seinen neuen Prinzen

Damit war die gut vierstündige Prinzenproklamation auf ihrem Höhepunkt angekommen. Joachim Floegel (Programm), Wolfgang Hyrenbach und Dietmar Werner (Organisation) hatten für den AKV zuvor ein rein tänzerisch-musikalisches Programm gestrickt, das mit der Fauth Dance Company aus Viersen, den Öcher originalen, dem Alaaf 4.0-Gewinner Bohei aus Eschweiler und natürlich den 4 Amigos seine Stärken hatte, aber unter der unruhigen Stimmung im ausverkauften Europasaal litt.

Mehr von Aachener Zeitung