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Alemannia und AKV: Jeckes Trikot als Auftakt der neuen Zusammenarbeit

Alemannia und AKV : Jeckes Trikot als Auftakt der neuen Zusammenarbeit

Alemannia Aachen und der Aachener Karnevalsverein bringen erstmals ein Karnevalstrikot für die Tivolikicker heraus. Bei diesem Projekt hat die Alemannia quasi nebenbei auch noch den Hauptsponsor gefunden.

Humor ist, wenn man trotzdem lacht: Angesichts der sportlichen Situation der Alemannia möchte man meinen, den Verantwortlichen des Fußball-Regionalligisten sei das Lachen vergangen. Dem ist nicht so. Als Beginn einer neuen intensiven Zusammenarbeit und damit als Vorbote auf eine hoffentlich sportlich bessere Zukunft haben Alemannia Aachen und der Aachener Karnevalsverein (AKV) das erste Karnevalstrikot der Tivolikicker vorgestellt. Denn die Verkaufserlöse des Trikots kommen komplett der Alemannia zugute.

Am Wochenende hat das Trikot noch kein Glück gebracht. Denn die Alemannia hat es beim 0:3 in Düsseldorf auch noch gar nicht getragen. Das werden die Spieler erst eine Woche vor Karneval – einmalig – machen, wenn am Wochenende 18./19./20. Februar (die genaue Spielansetzung steht noch nicht fest) der 1. FC Köln II am Tivoli gastiert. Zu kaufen gibt es das Trikot aber schon vorher.

Doch trotz der derzeitigen sportlichen Durststrecke hat sich das Trikot bereits ausgezahlt. Denn darüber hat die Alemannia ihren aktuellen Hauptsponsor gefunden. „Dieses Projekt gibt es schon viel länger, als ich dabei bin“, sagt Roger Lothmann, Geschäftsführer der Zeitarbeitsfirma Timepartner, die seit Anfang der Saison auf der Brust der Alemannen für sich wirbt. Alemannias Ex-Manager Hans-Peter Lipka und AKV-Elferrat David Lulley hätten ihm in seiner Eigenschaft als AKV-Vizepräsident das Projekt schon vor circa zwei Jahren vorgestellt. „Covid hat uns dann etwas ausgebremst“, berichtet Lothmann.

Doch nun sei das Trikot endlich fertig, und im Laufe der Realisierung habe er sogar als Hauptsponsor gewonnen werden können. Eine Zusammenarbeit zwischen den beiden großen Vereinen der Stadt habe es zwar auch in der Vergangenheit punktuell gegeben, doch sie solle nun neu belebt werden, kündigt Lothmann an. So wird das Karnevals­trikot begleitet von einer Reihe von Aktionen wie Sammelbildern vom Alemannia-Kader, vom AKV-Elferrat sowie von Prinz Guido I. samt Hofstaat, die letztere bei ihren jecken Auftritten verteilen werden. Dazu ist auch Märchenprinz Phil I. mit Hofstaat mit einer Sonderedition des Trikots, die es nicht im Handel gibt, ausgestattet worden.

Auf dieser ist neben den AKV- und Alemannnia-Logos auch das des Märchenprinzen zu sehen anstelle des Logos von Prinz Guido I. auf den regulären Shirts. Als besonderen Clou gibt es noch einen QR-Code auf der Rückseite des Trikots. „Scannt man den, erhält man das Alemannia-Wappen als Augmented-Reality-Wappen auf sein Handy und kann es für Selfies und mehr überall platzieren“, erklärt Designer Dominik Welters, der das Trikot entworfen hat.

Auch Stadionsprecher Robert Moonen gefallen das Trikot und die Zusammenarbeit mit dem AKV. „Hier geht es nicht darum, Fußball zu verkaufen“, sagt er, „sondern die Stadt zu repräsentieren. Und das geht gemeinsam – als Mannschaft – am besten.“