Jeckes Dreigestirn in Lichtenbusch präsentiert

KG Grün-Weiss Lichtenbusch : Jetzt haben Prinz Julian, Jungfrau Angel und Bauer Toldo das Sagen

Karneval in Lichtenbusch: Europas jeckstes Dorf feiert sein neues Dreigestirn: Prinz Julian I. Engels, Jungfrau Reiner Engels und Bauer Marcel Laufenberg.

„Dat es d'r Fastelovvend op Lietebösch!“ Europas jeckstes Dorf war sprichwörtlich auf den Beinen und zelebrierte ausgelassen seinen ureigenen Karneval. Von der ersten bis zu letzten Minute herrschte bei der Gala-Sitzung der KG Grün-Weiss Lichtenbusch im proppenvollen Saal Kessel tolle Party-Stimmung, und die buntkostümierten Jecken hielt es nicht lange in Sitzposition. Sie trugen die engagierten Künstler wie auf Händen.

Gefeiert wurde etwa Kurt Christ, der immer noch als Shootingstar im Öcher Fastelovvend gehandelt wird, aber schon längst mit seinen Gassenhauern bei vielen Karnevalsfreunden angekommen ist. Der aktuelle Träger der Jacques-Königstein-Kette für den besten AKV-Künstler der Session hatte mit „Wenn wir nichts zu feiern haben“ ein flammneues Lied im Repertoire, das sofort bei seiner närrischen Zielgruppe ankam. Gekrönt wurde sein stimmungsvoller bewegungsreicher Auftritt durch „Konfetti überall“ und seinem Kurt-Christ-Hit-Mix mit einem Zusammenschnitt seiner Sessionslieder der ersten fünf Jahre im Aachener Karneval.

Zuvor hatte die Gesangsgruppe „De Pittermännche“ aus Bütgenbach schon für eine gute Betriebstemperatur im Saal gesorgt. Toll auch die Gastauftritte der KG Roetgen und des Oberforstbacher Männerballetts. Neben der grün-weißen Tanzabteilung und Bauchredner Fred van Halen mit seinem frechen Vogel Aki verbreitete die Gulaschkapell mit Karnevalsevergreens aus der Domstadt kölsches Flair.

Groß war die Überraschung für den ehemaligen KG-Präsidenten Kurt Hoffmann. Er wurde durch Frank Prömpeler, Präsident des Festausschusses Aachener Karneval (AAK), mit dem AAK-Verdienstorden und dem Orden in Gold des Bundes Deutscher Karneval ausgezeichnet. Zudem bedankten sich die Lieteböscher bei ihrem langjährigen Präsidenten Hoffmann, ernannten ihn zum Ehrenpräsidenten und nahmen ihn und seine Frau Marlene in die Riege ihrer Ehrenmitglieder auf. Eine stimmungsvolle musikalische Laudatio für die Geehrten gab es obendrauf – von Ägid Lennartz mit seinem Quetschbüll.

Außer Rand und Band waren die Lichtenbuscher Karnevalsjecken, als gegen Mitternacht unter großem Jubel das designierte Dreigestirn, eingehüllt in grüne Säcken zur Bühne geführt wurden. Traditionell wird In Lichtenbusch das Trifolium erst im gleißenden Scheinwerferlicht enthüllt. „Für den Gang im Sack vom Treppenaufgang quer durch die Menge bis hinauf zur Bühne haben sich die Mühen der letzten drei Monate schon gelohnt”, war Prinz Julian I. Engels völlig begeistert. An seiner Seite regieren sein Vater Reiner Egels als Jungfrau Angel und Bauer Toldo (Marcel Laufenberg).

Prinz Julian I.: „Wir kommen aus der KG-Tanzgruppe Friesenrath und sind bei deren Gesangsgruppe De Helpe Jonge aktiv. Deshalb ist uns Musik so wichtig, und wir haben zwei Prinzenlieder im Gepäck.” Ihr närrisches Motto lautet: „Heide oder Saal, janz ejal!” Damit stellt das Dreigestirn unmissverständlich klar, dass allen, ob jung oder alt, ausgelassen Fastelovvend gefeiert wird.

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