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Session fällt in Brand aus: Ein ganzer Stadtteil sagt den Karneval ab

Session fällt in Brand aus : Ein ganzer Stadtteil sagt den Karneval ab

Während einige Aachener Karnevalsvereine noch an coronagerechten Formaten für die kommende Karnevalssession feilen, haben andere ihre Session schon abgesagt. Zu letzteren gesellt sich mit Brand nun ein gesamter Stadtteil.

Denn die drei Brander Karnevalsvereine – die Brander Unterbähner, die Prinzengarde Brander Stiere sowie die Erste Große Brander KG – haben nun gemeinsam mitgeteilt, dass grundsätzlich alle eigenen Veranstaltungen und so auch der Brander Karnevalszug in der bevorstehenden Session 2020/2021 abgesagt und nicht stattfinden werden.

Die Vorsitzenden Walter Crombach (Unterbähner), Jörg Lies (Prinzengarde) und Thomas Wolski (Brander KG) begründen die Totalabsage natürlich mit der Corona-Pandemie. „Die Krise beeinflusst unseren Alltag in einem bislang nicht für möglich gehaltenem Maße“, teilen sie in einem gemeinsamen Schreiben mit. So gerne sie auch das schöne Brauchtum Karneval pflegten und lebten, heißt es in dem Schreiben, so wäre das gesundheitliche Risiko für die Gäste und Mitglieder aber auch das finanzielle Risiko für die Vereine einfach zu groß gewesen. Daher hätten die Vereine den vorgenannten Beschluss gefasst.

Ein kleines Hintertürchen wollen sich die drei Vereine aber dennoch offenhalten. So wollen sie zu gegebener Zeit prüfen, ob die Möglichkeit für eine gemeinsame Open-Air-Veranstaltung an den Karnevalstagen besteht.

Den Brander Jecken wäre es zu gönnen, denn schon in der vergangenen Session musste der Brander Karnevalszug ausfellen – und zwar gleich doppelt. Denn am Karnevalssonntag wütete Sturmtief Sabine in Aachen, weshalb sich die Unterbähner, die den Zug organisieren, zur kurzfristigen Absage entschlossen. Der geplante Nachholtermin am Sonntag nach Mittfasten fiel dann genau in den Coronavirus-Lockdown und musste ebenfalls abgesagt werden.

(hr)