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Karlspreis in Aachen punktet mit starkem Vorprogramm

Rahmenprogramm : Aachener Karlspreis punktet mit starkem Vorprogramm

Frauen an die Macht. Wandel durch Handel. Oder etwa nicht? Im Karlspreis-Rahmenprogramm wird diskutiert. Es geht um Preisträgerinnen, Belarus und Ukraine – und um politische Kommunikation.

Das Rahmenprogramm zur Vorbereitung auf den Karlspreis, der am Himmelfahrtstag, 26. Mai, an die führenden belarussischen Oppositionellen Maria Kalesnikava, Swetlana Tichanowskaja und Veronica Tsepkalo in Aachen verliehen wird, ist ebenso ansprechend wie anspruchsvoll. Hier ein Blick auf die Höhepunkte der nächsten Tage:

Gitarrenabend: Unter dem Titel „Tradition I“ gibt es am Freitag, 29. April, 19 Uhr, im Musiksaal der Hochschule für Musik und Tanz Köln, am Theaterplatz 16, Aachen, den traditionellen Gitarrenabend des Rahmenprogramms. Studierende der multinationalen Klasse von Hans-Werner Huppertz begleiten den Karlspreis musikalisch mit Werken, die auf vielfältige Weise einen Bezug zu den Preisträgerinnen, ihrer Heimat und ihrer Kultur haben.

Lange Filmnacht: Frauen weltweit ergreifen machtvoll und unbeugsam das Wort, sind präsent in der Politik und in den Medien. Die „FilmNacht der FrauenMacht“, von den Gleichstellungsbüros Stadt Aachen und RWTH Aachen, vom Frauennetzwerk Städteregion, Region Aachen Zweckverband und #BlueKarla organisiert, zeigt die Filme „Woman“ und „Die Unbeugsamen“, lädt ein zu Austausch, Kennenlernen und Vernetzung. Sonntag, 1. Mai, ab 17 Uhr im Krönungssaal des Aachener Rathauses geht es los.

Porträts der Preisträgerinnen: Inzwischen ausgebucht ist die Porträtveranstaltung mit der Deutsche-Welle-Journalistin für Osteuropa, Olga Kapustina, im Sparkassen-Forum. Kapustina stellt als langjährige journalistische Begleiterin die Karlspreisträgerinnen vor. Ein Interview mit ihr ist in den kommenden Tagen in unserer Zeitung geplant.

Der russische Angriffskrieg: Das Projekt „Leonardo“ der RWTH Aachen kommt in der Reihe „Zwischen Geopolitik und zivilgesellschaftlichem Engagement“ mit Wolfgang Ischinger, dem ehemaligen Vorsitzenden der Münchner Sicherheitskonferenz, ins Gespräch. Das digitale Forum findet am Dienstag, 3. Mai, 18.30 Uhr, statt. Ischingers Thema: der russische Angriffskrieg und die Zukunft der europäischen Sicherheitsarchitektur. Wie nur wenige andere ist Ischinger mit der internationalen Sicherheitspolitik und den handelnden Akteuren vertraut. Anmeldung per E-Mail erforderlich unter: leonardo@humtec.rwth-aachen.de

Wandel durch Handel? Die Diskussion in der Industrie- und Handelskammer, Theaterstraße 6-10, Aachen, ist sehr gut besetzt. Der Termin: Mittwoch, 4. Mai, 18 Uhr. Über das Thema „Wandel durch Handel – eine Illusion?“ sprechen Manfred Huterer, der deutsche Botschafter in Belarus (live aus Minsk zugeschaltet), Stefan Kägebein, Regionaldirektor Osteuropa, Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft, und Ljubow Kasparowitsch, Journalistin und Reporterin für TUT.BY, Belarus/Berlin. In der Veranstaltung werden die Entwicklung der bilateralen Geschäftskontakte und der wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Belarus betrachtet und die Wirksamkeit von Sanktionen, Embargo und Boykott diskutiert. Moderation: Ina-Marie Orawiec, Business Network Aachen, und Gunter Schaible, IHK Aachen. Anmeldung unter www.aachen.ihk.de/belarus

Das Weimarer Dreieck und die Zukunft Europas: In einem digitalen Forum diskutieren unter dieser Themenstellung Jugendkarlspreisträger aus Frankreich, Polen und Deutschland mit Karlspreisträger 2011, Jean-Claude Trichet, ehemaliger Präsident der Europäischen Zentralbank, Danuta Hübner, einstiges Mitglied der Europäischen Kommission, und Stephan Holthoff-Pförtner, NRW-Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten. Der Termin: Freitag, 6. Mai, 14.30 Uhr. Polen, Frankreich und Deutschland, die trilaterale Kooperation im Weimarer Dreieck, spielen eine herausragende Rolle in der Entwicklung Europas. Livestream auf www.karlspreis.de

Europa in Zeiten der Pandemie: Zu Vortrag und Diskussion lädt die Bischöfliche Akademie am Freitag, 6. Mai, 19 Uhr, in ihr Haus an der Leonhardstraße 18-20 in Aachen ein. Immer mehr politische Verantwortungsträger nutzen Soziale Netzwerke wie Facebook, Instagram und Twitter für die Kommunikation mit der Bevölkerung. Robert Hesselbach, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, präsentiert Ergebnisse einer Studie, die hinterfragt, welche Rolle die Konzepte „Europa“ und „Solidarität“ bei dieser Kommunikation spielen. Beispielthema: die Beschaffung von Impfstoffen gegen Corona. Anmeldung: www.bak-ac.de

Das komplette Rahmenprogramm auf der Website www.karlspreis.de

(red)