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Karlspreis 2022: Politprominenz macht sich rar

Karlspreis Aachen : Baerbock spricht, übrige Politprominenz macht sich rar

Wenn am Donnerstag der Aachener Karlspreis an die belarussischen Oppositionellen Swetlana Tichanowskaja, Maria Kalesnikava und Veronica Tsepkalo verliehen wird, macht die Politprominenz sich rar.

Die Karlspreis-Macherinnen und -Macher erstaunt die Resonanz aus den oberen Etagen der nationalen und internationalen Politik auch: Wenn am Donnerstag in Aachen die belarussischen Oppositionellen Swetlana Tichanowskaja, Maria Kalesnikava (vertreten durch ihre Schwester Tatsiana Khomich) und Veronica Tsepkalo mit dem höchsten politischen Preis Europas ausgezeichnet werden, ist nur Annalena Baerbock, die deutsche Außenministerin, zur Stelle. Sie wird im Krönungssaal des Rathauses die Laudatio auf die couragierten Kämpferinnen für Freiheit und Demokratie in Belarus halten. Die übrige Politprominenz macht sich rar.

Allerdings wird es für die interessierten Bürgerinnen und Bürger ausführlich Gelegenheit geben, den Oppositionellen zu begegnen, die eine weltweite Resonanz auf ihr Engagement erfahren haben und die, nunmehr aus dem Exil, ihren friedlichen Kampf engagiert fortsetzen.

Am Mittwochabend werden sie gegen 19 Uhr auf der Katschhof-Bühne öffentlich begrüßt. Am Donnerstag wird es nach der Preisverleihung eine Friedenskundgebung auf dem Katschhof geben. Der Krieg gegen die Ukraine wird wie auch die Lage in Belarus darin ausführlich thematisiert.

Mit dabei sind dann noch die Präsidentinnen des Deutschen Bundestages, Bärbel Bas, und des Europäischen Parlaments, Roberta Metsola, sowie NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst. Von den ehemaligen Karlspreisträgern haben sich Dalia Grybauskaite (ehemalige litauische Präsidentin), der ehemalige Präsident des Europäischen Parlaments, Martin Schulz, und der britische Gegenwartshistoriker Timothy Garton Ash angekündigt.

(bb)