Aachen: Kaiserplatz: Waschanlage für Lkw soll Baustellendreck eindämmen

Aachen: Kaiserplatz: Waschanlage für Lkw soll Baustellendreck eindämmen

Klar wie Lehmbrühe: Am Fuß des Felsens von St. Adalbert holt sich nicht nur so mancher Zaungast der Großbaustelle schmutzige „Schlubben“. Die Anwohner des Kaiserplatzes können davon ein garstig‘ Lied singen, seit die Arbeiten zur Errichtung des Shopping-Centers „Aquis Plaza“ in die heiße Phase gegangen sind. Abhilfe in puncto Dreck durch Lkw ist jedoch in Sicht.

Naturgemäß produzieren vor allem die Lkw, die in wachsender Zahl Erdreich von der Baustelle abkarren, Unmengen von Dreck und Staub. Bauleiter Udo Stange verspricht: „Eine spezielle Waschanlage für die Lkw-Reifen ist bereits bestellt“, erklärte Stange am Mittwoch auf Nachfrage. „Sie wird voraussichtlich bereits kommende Woche installiert.“

Damit tragen die Verantwortlichen der Großinvestoren ECE und Strabag auch zunehmender Kritik aus dem Umfeld Rechnung. „Vor allem der Bereich zwischen Beeck- und Adalbertstraße und Richtung Kaiserplatz ist völlig verdreckt“, meint etwa Herbert Joka von der Initiative Kaiserplatz. Die Gefahr, dass es auf der schmierig-glatten Fahrbahn zu Unfällen komme, sei enorm. Zwar sind seit einiger Zeit fast permanent Kehrmaschinen im Einsatz, die für die Beseitigung der gröbsten Verschmutzungen sorgen; auch werden die Lastwagen abgespritzt, wenn sie die Baustelle verlassen. Durch die neue Waschanlage, die sich laut Joka etwa auf rheinischen Bergbau-Baustellen längst bewährt habe, soll der schmierige Dreckfilm aber viel gründlicher und von vornherein vermieden werden.

Das lohnt sich in jedem Fall: Derzeit verlassen laut Stange täglich rund 50 Lkw das Gelände, jeder einzelne mit immerhin rund 15 Kubikmeter Erde und Bauschutt beladen. Apropos: Auch das Problem der heiklen Öl-Altlasten auf der Kaiserplatz-Baustelle soll in Kürze erledigt sein, betonte Bauleiter Udo Stange am Mittwoch. Zurzeit werde das umweltschädliche Gemisch aus Tankstellen-Rückständen, Wasser und Bauschutt, im Ganzen rund 200 Kubikmeter, in Containern zwischengelagert, in Kürze rücke eine Spezialfirma zur fachgerechten Entsorgung an.

(mh)