Aachen: Käthe-Kollwitz-Schule probt für Jugendtanzfestival „Dance 4 Pänz“

Aachen : Käthe-Kollwitz-Schule probt für Jugendtanzfestival „Dance 4 Pänz“

Im Rahmen ist bei der Tanzgruppe der Käthe-Kollwitz-Schule kaum etwas. Vielmehr spielt sich ihr Stück im Rahmen, neben dem Rahmen oder sogar mit dem Rahmen ab. Mit ihrer Choreografie, die passenderweise „Alles im Rahmen?“ heißt, nehmen die 15 jungen Künstler zwischen 16 und 18 Jahren an der Premiere des Kinder- und Jugendfestivals „Dance 4 Pänz“ teil, das Heranwachsenden mit verschiedenen sozialen Hintergründen die Möglichkeit gibt, buchstäblich auf gleicher Basis aktiv zu werden.

Yorgos Theodoridis ist Inhaber des „Dance Loft“, welches Projektpartner des Käthe-Kollwitz-Berufskollegs und der Eurojugend ist, und gleichzeitig der Tanztrainer der Gruppe. Gemeinsam mit der Tanzpädagogin Ulrike Hundhausen trainiert er einmal wöchentlich mit den Jugendlichen. Dabei stehen vor allem die Kreativität sowie das gemeinsame Aufbauen und Entwickeln eines Stückes im Vordergrund.

„Für die Teilnehmer ist das mitunter eine ganz neue Erfahrung. Wir haben allerdings bereits beim Festival ,Schrittmacher Generation 2‘ einen kurzen Ausschnitt unseren aktuellen Proben gezeigt. Ich möchte, dass die Tänzer öfter die Bühne erleben“, erzählt Theodoridis. 20 Minuten wird das gesamte Stück dauern. Bis dahin wird noch viel mit den wenigen Requisiten, besagten großen Metallrahmen, geprobt. Und selbst, wenn man sich ab und zu aufraffen muss, nach der Schule noch ins „Dance Loft“ zu kommen, so sind die Jugendlichen offensichtlich bestens motiviert. Denn die Teilnahme ist freiwillig.

Alicia Blanco ist diesmal die Erste, die den Weg zum Training findet. Ein wenig anstrengend ist das manchmal schon. Immerhin warten auf die 18-jährige Schülerin noch Hausaufgaben, die nächsten Klausuren stehen an. „Das Ganze ist unglaublich spannend und macht mir viel Spaß. Ich habe zwar schon vorher getanzt, aber bei so einem Projekt habe ich noch nicht mitgemacht“, erzählt sie.

Wenige Minuten später sind fast alle Teilnehmer da, und Theodoridis macht die Musik an. Die langsamen und feinen Bewegungen zeigen Stück für Stück eine Entwicklung auf und erzählen dem Betrachter eine Geschichte, über die jetzt noch nicht zu viel verraten werden soll. Und sollte doch mal der eine oder andere aus dem Takt kommen — kein Problem. Auch mit ihrem Zeitfenster zur Vorbereitung liegen die jungen Tänzer schließlich absolut im Rahmen.

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