Aachen: Junger Gottesdienst mit Poetry Slam

Aachen : Junger Gottesdienst mit Poetry Slam

Ein Poetry Slam in der Kirche? Das geht! Zumindest, wenn Jugendliche gemeinsam einen Gottesdienst gestalten — über Konfessionsgrenzen hinweg. Unter dem Thema Freiheit haben Jungen und Mädchen im Alter von zwölf bis 18 Jahren in der Dreifaltigkeitskirche gezeigt, wie sich Glaube mit einem im lockeren Ambiente, einer Band und Poetry-Slam-Texten verbinden lässt.

Man merkte, dass die Jugendlichen aus insgesamt fünf Kirchen — kooperiert hatten die Christusgemeinde Aachen (CGA), die Freie evangelische Gemeinde (FeG), die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde (EFG), das Kafarna:um und die JuKi (Junge Kirche) Aachen — ihr Herzblut in den ersten ökumenischen Jugendgottesdienst gesteckt haben. Unter dem Motto „Der Moment, in dem alles irgendwie leichter wird — was bedeutet Freiheit für dich?“ hatten die Jugendlichen die Möglichkeit, ihren Gottesdienst mitzugestalten. Nicht nur durch die Fürbitten und der Musik einer jungen Band wurde der Gottesdienst interaktiv und persönlich.

Bereits vor einem Jahr trafen sich die Jugendlichen immer mal wieder, um zusammen zu beten und sich auszutauschen. Viele kannten sich schon durch Ferienfreizeiten oder die gemeinsame Zusammenarbeit in den Kirchen. Die Vorbereitung für den Gottesdienst begann vor einem halben Jahr. „Wir sind super glücklich, dass das heute geklappt hat, und dass unsere Jugendlichen das so toll hingekriegt haben“, freut sich Pia Schneider von der JuKi Aachen.

Das Thema Freiheit liegt den Teilnehmern besonders am Herzen. Bei den Teenagern stehen zurzeit teilweise wichtige berufliche Entscheidungen an, aber auch im Umgang mit dem Druck in der Schule soll dieses Thema ihnen helfen.

„Wir haben uns gefragt, was die Jugendlichen bewegt. Sie müssen bald alle wichtigen Entscheidungen für ihr Leben treffen. Wir wollen sie dabei begleiten und ihnen Perspektiven aufzeigen, wie sie mit dem Druck umgehen können“, so Schneider.

Zwar gehören die Jugendlichen unterschiedlichen christlichen Konfessionen an, doch betrifft das Thema Freiheit alle gleichermaßen. „Wir hoffen, dass sie so selbstständig ihr Leben gestalten und sie wissen, egal wofür sie sich entscheiden, sie können niemals tiefer fallen als in Gottes Hand“, sagt Pia Schneider.