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Städteregion Aachen: Junge Eltern warten monatelang auf ihr Geld

Städteregion Aachen : Junge Eltern warten monatelang auf ihr Geld

Tausende frisch gebackene Eltern in der Städteregion Aachen warten seit Monaten aufs Elterngeld. Der Berg an nicht bearbeiteten Anträgen in der Elterngeldstelle ist riesig.

Die Elterngeldstelle für die Städteregion Aachen ist aktuell komplett überlastet. Elterngeldanträge werden werden wegen personeller Engpässe mit teils monatelanger Verzögerung beschieden, die telefonische Erreichbarkeit der Behörde ist eingeschränkt. „Verzögerungen und Einschränkungen im Elterngeldbereich“, ist die Überschrift der Internetseite der Städteregion Aachen für betroffene Eltern.

Anträge, die nach dem 7. Juli eingegangen sind, sind laut dieser Internetseite noch völlig unbearbeitet. Nach Angaben der Städteregion Aachen, die die Elterngeldbearbeitung im Auftrag des Bundes und des Landes leistet, kommen pro Tag etwa 30 neue Anträge in der Behörde an. Rein rechnerisch liegen aktuell also die Anträge von knapp 1700 Eltern auf diesem „Unbearbeitet“-Stapel. Obendrauf komme „ein großer Wäschekorb an Post, mitunter auch mehrere“ zu den Tausenden laufenden Antragsverfahren.

Das Elterngeld ist eine staatliche Leistung, mit der Familien mit Baby unterstützt werden sollen. Ziel ist es, die Einkommenslücke nach der Geburt zu schließen, um das Neugeborene selbst betreuen zu können. Anspruch haben auch Elternteile, die vor der Geburt nicht gearbeitet haben. Es wird pro Elternpaar derzeit für maximal 14 Monate gezahlt und beträgt – je nach vorherigem Verdienst – 300 bis 1800 Euro im Monat. Auf Wunsch kann die Bezugszeit verdoppelt werden. Dann halbiert sich die ausgezahlte Summe.

(cs)