Aachen: Junge Cellistin Clara Stümke übt nun auf einer Kostbarkeit

Aachen : Junge Cellistin Clara Stümke übt nun auf einer Kostbarkeit

Für eine Uraufführung der besonderen Art hat die elfjährige Clara Stümke dieser Tage gesorgt: Die junge Musikerin konnte als erste Aachenerin überhaupt eines der wertvollen Streichinstrumente aus dem Deutschen Musikinstrumentefonds als Leihgabe entgegennehmen.

Auf Einladung der Deutschen Stiftung Musikleben — deren Präsidentin Irene Schulte-Hillen selbst gebürtige Aachenerin ist — nahm Clara Stümke als eines von 18 herausragenden Talenten eine historische Rarität ersten Ranges in Empfang. Sie hatte sich für ein Violoncello aus der renommierten Stainer-Schule entschieden, das um das Jahr 1700 gefertigt worden ist. Im Rahmen eines Lunchkonzerts im Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe, gestaltet von Stipendiaten der Stiftung, wurden die kostbaren Instrumente feierlich an die jungen Bewerber vergeben.

Clara Stümke hat bereits zweimal am Wettbewerb „Jugend musiziert“ teilgenommen und jeweils einen ersten Preis gewonnen. Ihr Orchesterdebüt gab sie im Alter von acht Jahren mit den Niederrheinischen Sinfonikern. Seit 2011 wird sie von Ensemble-Mitglied Kathleen Chase-Roberts unterrichtet.

Im Rahmen der feierlichen Übergabe wechselte zudem auch ein Instrument aus Aachen vorübergehend den Besitzer: Die 15-jährige Münchnerin Daniela An wählte eine Violine aus der Werkstatt des Aachener Geigenbauers Nicolaus Darche, die 1845 gefertigt worden ist.

Anlass auch für Irene Schulte-Hillen, einmal zurückzublicken — wenn auch nicht ganz so weit: „Mit der Vergabe eines der Instrumente aus dem Deutschen Musikinstrumentenfonds hat schon manche Karriere begonnen“, sagte sie. „Ob Julia Fischer als 13-Jährige oder Albrecht Menzel als 15-Jähriger — heute stehen sie auf den großen Bühnen weltweit. Dieses Glück wünsche ich auch unseren heutigen Preisträgern.“

(red)