Aachen: Jugendfestival gegen Rassismus im Kennedypark ein voller Erfolg

Aachen: Jugendfestival gegen Rassismus im Kennedypark ein voller Erfolg

Die Bühne im Kennedypark ist wahrlich keine Erfolgsstory — bisher. Denn seit ihrer Erbauung vor etwa zwei Jahren fanden erst zwei Veranstaltungen auf ihr statt. Am Samstag wurde aus dem bisherigen Flop aber ein toller Erfolg.

Denn das Jugendfestival gegen Rassismus im Kennedypark lockte hunderte Besucher zur Bühne. Dabei waren die Kulturen, Nationalitäten und Altersklassen der Zuschauer multikulturell gemischt. In einer lockeren, beinahe schon familiären Atmosphäre hatten aber alle eines gemeinsam: den Spaß an der Musik.

In Weiterführung des erfolgreichen letztjährigen Projektes „Aachen Ost — Was geht?“ fand das Jugendkulturfestival unter dem Motto „Respect! - Aachen Ost against Racism!“ auf der Bühne im Kennedypark statt. Und das Bühnenprogramm war ein voller Erfolg. Viele Rapper, Streetdance-Gruppen, Comedians und Nachwuchskünstler präsentierten sich und die Vielfalt der Hip-Hop-Musik. „Wir wollen durch die Musik den Toleranzgedanken in der Jugend verbreiten und zeigen, dass man auch friedlich gemeinsam Spaß haben kann — egal ob weiß, schwarz, Deutscher oder Türke. Beim Jugendkulturfestival sind viele verschiedene Kulturen und Sichtweisen vertreten. Eine echte multikulturelle Veranstaltung“, beschreibt Richard Okon, Leiter der Offenen Tür Josefshaus.

Dabei schwappt die gute Stimmung von der Bühne auf die Zuschauer über. Alle applaudieren und lachen gemeinsam, genießen den sonnigen Tag und die Unterhaltung auf der Bühne. Gemeinsam und friedlich. „Hip Hop verbindet. Die tolle Atmosphäre hier zeigt, dass alle miteinander auskommen und Spaß haben können. Dabei ist es egal, welche Nationalität oder welchen Bildungsgrad sie haben“, so Okon weiter.

Einer der Künstler ist Benaissa. Er ist Zweitplatzierter beim RTL Comedy Grand Prix und bringt mit seinem Comedy-Programm die Zuschauer zum Lachen. Für ihn ist die Veranstaltung ein voller Erfolg: „Ich freue mich richtig hier zu sein. Eigentlich trete ich ja in Hallen auf, deswegen ist es für mich auch etwas ganz Besonderes und Herausforderndes, auf der offenen Bühne im Freien aufzutreten. Das Jugendkulturfestival ist dabei eine richtig coole Sache. Man sieht, dass alle gemeinsam Spaß an der Musik haben. Es ist ein richtiges und wichtiges Zeichen an das Viertel für die Zukunft“, so der Nachwuchskünstler.

Die Bühne jetzt besser nutzen

Das Festival auf der Bühne des Kennedyparks, das neben dem Bühnenprogramm auch Essen, Trinken und Spiele für die kleinen und großen Besucher anzubieten hatte, ist rundum gelungen. Aber nicht nur für das Viertel und die Menschen, die im Aachener Osten leben, soll das Jugendkulturfestival ein Zeichen sein. Auch für die bisher kaum genutzte und 150.000 Euro teure Bühne. „Wir wollen zeigen, dass die Bühne ihre Berechtigung hat. Für September planen wir die nächste Veranstaltung. Hier, auf dieser Bühne. Das wollen und müssen wir jetzt vorantreiben“, sagt Richard Okon.

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