Aachen: Jülicher Straße: Erneut brennt ein Dachstuhl

Aachen : Jülicher Straße: Erneut brennt ein Dachstuhl

Den Feuerwehrleuten muss es wie eine Art Déja-vu vorgekommen sein. Denn als sie am späten Freitagabend zur Jülicher Straße ausrückten, da kam ihnen die Einsatzstelle doch ziemlich bekannt vor. Hatte dort bereits Anfang Dezember ein Dachstuhl in einem Mehrfamilienhaus Feuer gefangen, so schlugen diesmal nur drei Häuser entfernt die Flammen aus dem Dach. Ein Zufall?

Die Ermittlungen der Kriminalpolizei laufen jedenfalls. Ein Ergebnis gibt es derzeit noch nicht. Nach Informationen unserer Zeitung wiesen die beiden Brände jedoch durchaus Parallelen auf.

Zwei Großeinsätze an einem Abend: An der Jülicher Straße brannte ein Dachstuhl lichterloh. Die Feuerwehr rückte mit 60 Mann aus. Nur drei Häuser weiter hatte bereits im Dezember ein Dachstuhl gebrannt. Auf der Trierer Straße kam es fast gleichzeitig zu einem schweren Unfall, bei dem sechs Menschen verletzt wurden, vier davon schwer. Foto: Ralf Roeger

Kurz nach 23 Uhr war der Alarm in der Leitstelle eingegangen. Mit zwei Löschzügen der Berufsfeuerwehr und weiteren zwei Zügen der Freiwilligen Feuerwehr Mitte und Eilendorf eilten die Helfer zur Einsatzstelle. Zwei weitere Löschzüge — Verlautenheide und Richterich — standen in Bereitschaft. Insgesamt machten sich am Haus mit der Nummer 186 über 60 Feuerwehrleute ans Werk.

Zunächst galt es zu klären, ob noch Bewohner im Haus waren. Diese hatten sich jedoch bereits ins Freie flüchten können. Der Dachstuhl brannte indes lichterloh. Die Feuerwehr setzte zwei Trupps unter Atemschutz im „Innenangriff“ ein. Außerdem wurde das Feuer von außen über zwei Hubrettungsbühnen bekämpft. Die beiden Nachbarhäuser wurden ebenfalls evakuiert, da das Feuer auf deren Dachstühle überzugreifen drohte. Das konnte die Feuerwehr schließlich verhindern.

Die Bewohner wurden vom Rettungsdienst in einem Aseag-Bus betreut. Neun von ihnen mussten vorübergehend in einem Hotel untergebracht werden.

Mit Aufräumarbeiten dauerte der Einsatz — wie bereits im Dezember — bis in die frühen Morgenstunden. Die Höhe des Schadens vermochte die Feuerwehr noch nicht zu schätzen. Er dürfte jedoch — ebenfalls wie im Dezember — beträchtlich sein.

Fatales Wendemanöver

Bereits kurz vor dem Einsatz an der Jülicher Straße hatte es einen Großeinsatz auf der Trierer Straße gegeben. Grund war dort jedoch kein Feuer, sondern ein schwerer Unfall. Dabei wurden vier Beteiligte schwer verletzt. Außerdem gab es zwei leichter Verletzte. Gegen 22 Uhr wollte laut Polizei eine 23-jährige Autofahrerin mit ihrem Renault Clio auf der Trierer Straße in Höhe der Sparkasse wenden und in Richtung City fahren.

Dabei übersah sie einen stadtauswärts fahrenden Opel Corsa, der von einer 24-Jährigen gesteuert wurde. Der Clio wurde seitlich getroffen, überschlug sich und blieb auf dem Dach liegen. In jedem Fahrzeug befanden sich drei Insassen. Fünf der Verletzten mussten in Krankenhäuser gebracht werden. Die Trierer Straße war anderthalb Stunden zwischen Reinhardstraße und Schönforststraße gesperrt.

(stm)
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