Aachen: Judith C. Vogt stellt neuen Fantasyroman „Gesichtslos“ vor

Aachen: Judith C. Vogt stellt neuen Fantasyroman „Gesichtslos“ vor

Die historische Altstadt Aachens lädt ein, auf Spurensuche nach den Ursprüngen von Legenden zu gehen. Sie ist auch ein idealer Ort für die Handlung eines fantastischen Romans, in den die Sagenwelt der Domstadt eingebettet ist. Geschrieben hat diesen Roman die gebürtige Eiflerin Judith C. Vogt. Jetzt stellte sie den Roman „Gesichtslos“ (13,90 Euro, Ammianus-Verlag Aachen) bei Schmetz am Dom vor.

Die gelernte Buchhändlerin Vogt kehrte damit gewissermaßen zu ihren Wurzeln zurück. Bevor sie ihre Karriere als Schriftstellern begann, arbeitete sie bei Schmetz in der Kinder- und Jugendbuchabteilung. „Gesichtslos“ ist der zweite Band der Romantrilogie „Die Geister des Landes“, dessen Erstling „Das Erwachen“ vor zwei Jahren erschien. Märchen und Sagen faszinieren die Autorin seit ihrer Kindheit.

„Zuhause habe ich eine ganze Regalwand voller Märchen aus aller Welt“, erzählt sie. „Märchen sagen viel über die jeweilige Kultur ihres Ursprungslandes aus“. Das gelte, sagt sie schmunzelnd, auch für die Eifel. Deren Sagen- und Mythenwelt bildet die Rahmenhandlung des ersten Teils der Trilogie. Die wilde Welt der Juffern, Werwölfe und Hövelsmänner erschloss sie sich allerdings erst spät. Fündig geworden ist sie dabei bei der Eifler Autorin Sophie Lange, die eine umfassende Märchensammlung im Internet veröffentlich hat. „Den Eiflern sind ihre Mythen gar nicht so präsent. In Aachen ist das anders, hier sind sich die Leute ihrer Mythen bewusster.“

Fionas Träume

Auch die Geschichte des zweiten Bandes beginnt in der Eifel. Nacht für Nacht ereilen Fiona seltsame Träume, in denen fremdartige Wesen zum Leben erwachen und ihr Unwesen treiben. Mit Hilfe ihrer Freunde Dora, Edi und Gregor will sie dem seltsamen Treiben auf den Grund gehen. Dabei stoßen die vier auf einen mysteriösen Kölner Konzern, der es offenbar auf Bodenschätze abgesehen hat und die Fabelwesen als Kollateralschaden zum Leben erweckt. Als Fiona verschwindet, machen sich die drei Freunde auf die Suche, die sie nach Aachen und in die dortige Welt der Mythen führt.

Fachliche Unterstützung holte sich Vogt bei diesem Band wieder von Sophie Lange und von Dietmar Kottmann vom Aachener Geschichtsverein. Ergänzt wird der Roman durch einen kleinen Mythenführer am Ende.

Neben der „Geister des Landes“-Trilogie schreibt Vogt auch historische Romane und Fantasyromane. Das Finale der Trilogie ist bereits in der Entstehung. So viel kann verraten werden: Handlungsort ist der keltisch-römische Tempelkomplex „Varnenum“ bei Kornelimünster.

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