Aachen: Jubiläum im Suermondt-Ludwig-Museum: 173 Geschenke zu Ehren des Mäzens

Aachen : Jubiläum im Suermondt-Ludwig-Museum: 173 Geschenke zu Ehren des Mäzens

Am 18. Mai 1818 erblickte im niederländischen Utrecht ein Mann das Licht der Welt, der für die Aachener Kunstgeschichte einmal von großer Bedeutung sein sollte. Barthold Suermondt, heute Ehrenbürger der Kaiserstadt, machte sich hier nicht nur als Bankier und Unternehmer einen Namen, sondern vor allem als bedeutender Kunstmäzen.

Als solcher zählte er 1877 auch zu den Mitbegründern des Aachener Museumsvereins, und dieser dankt es ihm am Freitag, 18. Mai, mit einem kleinen Fest anlässlich seines 200. Geburtstags.

Es ist eine Einladung an die Aachener Bürger, sich dem Mäzen über die aktuelle Ausstellung im Suermondt-Ludwig-Museum anzunähern. „Er hatte den Museumsverein zu einer Zeit mitbegründet, als sich die Kommunen noch nicht um die Erhaltung von Kunstschätzen gekümmert haben und stiftete im Laufe der Jahre insgesamt 173 Gemälde“, erklärt der heutige Vorsitzende des Museumsvereins, Günter Strauch. Diese Zahl wird am Geburtstag noch einmal symbolisch aufgegriffen, und so bekommen die ersten 173 Gäste im Suermondt-Ludwig-Museum am Freitag ein kleines Geschenk überreicht.

Das eigentliche Geschenk besteht aber im freien Eintritt, den der Museumsverein an diesem Tag sämtlichen Besuchern spendiert. „Diese Einladung zum Geburtstag entspricht auch der Kultur, wie sie Suermondt früher in seinem eigenen Haus gepflegt hatte. Auch da war ein ständiges Kommen und Gehen“, schildert die Kuratorin der Ausstellung, Wibke Birth.

Diese befasst sich nicht zufällig gerade jetzt mit dem einstigen Besitz von Suermondt, die zu den Hochzeiten seiner Sammlertätigkeit rund 300 Gemälde und 400 Skizzen umfasste. „Er hat früh damit angefangen, eine Enzyklopädie zu den Fachmalereien der niederländischen Künstler anzulegen, was ein Hinweis darauf ist, dass Suermondt wohl damals schon geplant hatte, diese einmal der Öffentlichkeit zugänglich zu machen“, sagt Birth.

Auch sie leistet an Suermondts 200. Geburtstag einen Beitrag zum besseren Verständnis des Sammlers und seiner Werke. Um 15 Uhr wird die Kuratorin nämlich persönlich durch die Ausstellung „Gestatten, Suermondt!“ führen und dabei auf die kunsthistorische Bedeutung der niederländischen Malerei eingehen. Die Feier wird aber von 10 Uhr morgens bis 17 Uhr den ganzen Tag über andauern. Die Ausstellung ist danach nur noch bis zum 17. Juni im Suermondt-Ludwig-Museum zu sehen.

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