Aachen: „Ja da mär Pross“: Stress an Dujardins Theke

Aachen: „Ja da mär Pross“: Stress an Dujardins Theke

Trinkfest mussten die Darsteller sein, die sich bei der Volksbühne Erholungs-Gesellschaft Eilendorf um eine Rolle für das neue Stück: „Ja da mär Pross!“ bewarben. Aber Regisseur Heinz Wirtz fand, was er an Bewerbern brauchte.

Et löstelich Stöcksje en dreij Opzöch spielt in einer ziemlich herunter gekommenen Kneipe, wo es mehr Ratten und Mäuse als Gäste gibt. „Geführt wird das Null-Sterne-Lokal von dem Geschwisterpaar Schang und May Dujardin“, erzählt Pressewart Paul Schumacher.

Stammkunden seien Schangs Freund Dures und der Trunkenbold Willi. Dures bringt die Schreckensbotschaft, dass das Gesundheitsamt eine Kontrolle durchführen will. Da kann doch nur Jupp Capellmann, Besitzer einer Trinkhalle, dahinter stecken, der die Dujardins als Konkurrenten loswerden will. Hilfsbereit legen aber alle Stammgäste erst einmal beim Aufräumen mit Hand an, um die Kneipe auf Vordermann zu bringen.

Was die „Kleinkriminelle“ Hanna Alt, der Polizist Karl Noppenei und der Inspektor des Gesundheitsamtes Dr. Riesling in diesem Jebroddels für eine Rolle spielen und wie sie die Stimmung anheizen, erfahren die Zuschauer lieber selbst bei den neun Aufführungen im Saalbau Kappertz, Hüttenstraße. Premiere ist am Sonntag, 6. Oktober, 18 Uhr. Amüsement pur ist garantiert.

Die Proben laufen bereits seit April. „Die Bearbeitung des Stückes, das aus dem süddeutschen Raum kommt, hat viel Arbeit bereitet. Nicht nur von der Übersetzung ins Öcher Platt her, sondern ebenso bei der Übertragung des bayrischen Humors in unseren heimischen Frohsinn“, berichtet Heinz Wirtz. Doch das Ensemble setzt sich aus spielbegabten Darstellern zusammen und holt sich bei dem traditionellen, dreitägigen Probenseminar in Hauset noch den letzten Schliff.

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