Aachen: Insgesamt elf Verletzte nach Chlor-Unfall auf der Hüls

Aachen: Insgesamt elf Verletzte nach Chlor-Unfall auf der Hüls

Ein Chemie-Unfall in einem Lager des Versandhandels-Unternehmens Pro-Idee auf der Hüls hat am Dienstagnachmittag die Feuerwehr in Atem gehalten. Dort war ein Behälter mit diversen Substanzen zur Pflege von Schwimmbädern aus bislang ungeklärter Ursache zu Bruch gegangen.

Als Mitarbeiter gegen 14.30 Uhr verdächtige Gerüche bemerkten, verständigten sie per Alarmknopf sofort die Einsatzkräfte.

Gegen 17 Uhr konnte Georg Schmidt, stellvertretender Leiter der Feuerwehr, vor Ort weitgehend Entwarnung geben. Allerdings mussten bis dahin sechs Beschäftigte der Firma nach notärztlicher Behandlung vorsorglich ins Krankenhaus gebracht werden. Sie klagten über Atemwegs- und Hautreizungen. Ebenso erging es fünf Einsatzkräften, die sich dem giftigen Cocktail ohne Spezialanzüge genähert hatten.

Mitarbeiter flott evakuiert

Nach dem Alarm war die Feuerwehr zunächst routinemäßig mit einem Löschfahrzeug und Drehleiterwagen angerückt. Die Beschäftigten - das Unternehmen zählt am Standort Hüls ingsgesamt rund 300 Mitarbeiter - versammelten sich zwischenzeitlich auf einem eigens für Notfälle eingerichteten Platz auf dem Werksgelände.

Als die Wehrleute feststellten, dass aus einem Karton unter anderem Chlor ausgelaufen war und sich giftige Dämpfe gebildet hatten, wurden weitere Kräfte angefordert, die per Messgerät feststellten, dass, so Schmidt, „geringere Mengen” Chlorgas entwichen waren. Neben einem Löschzug der Hauptwache waren je ein Zug der Freiwilligen Feuerwehr Nord und der Feuerwehr Mitte sowie ein ABC-Zug, drei Rettungswagen und ein Notarzt im Einsatz.