Mit über 150 km/h in Aachen unterwegs: Innenstadt-Raser verurteilt

Mit über 150 km/h in Aachen unterwegs : Innenstadt-Raser verurteilt

Das Auto eingezogen, die Fahrerlaubnis für ein Jahr entzogen und dazu noch eine saftige Geldstrafe: Das ergab das jetzt gesprochene Urteil des Amtsgerichts Aachen gegen einen 24-jährigen Autofahrer aus Frankfurt, der vor einigen Monaten mit Tempo 150 durch die Aachener Innenstadt gerast war.

Dabei hatte er eine Reihe roter Ampeln ignoriert, falsche Fahrspuren benutzt, um vorschriftsmäßig fahrende Autos zu überholen, und das Licht ausgeschaltet, um das Ablesen des Kennzeichens zu erschweren.

Als Polizisten in einem Zivilwagen auf den Raser aufmerksam wurde, war noch vereinzelt Betrieb auf den Straßen. Sowohl Fußgänger als auch Autofahrer waren unterwegs. Eine Gefährdung für Unbeteiligte war während der Raserei des Mannes stets gegeben, so die Polizeibeamten seinerzeit. Dass es nicht zu Unfällen gekommen war, bezeichneten sie als reines Glück.

Deshalb hatte die Polizei damals auch die Verfolgung abgebrochen. Der Raser entkam. Allerdings hatten die Beamten dem Fahrer an einer Stelle kurz in die Augen blicken können. So konnten sie den Flüchtigen im Zuge der eingeleiteten Ermittlungen identifizieren. Doch im Zuge des Verfahrens verweigerte er die Aussage. Nach Einschätzung der Aachener Polizei und der Staatsanwaltschaft Aachen kamen sowohl Paragraph 315d des Strafgesetzbuchs als auch der 315 f Strafgesetzbuch zum Tragen. Als Folge wurde der Wagen bereits im Ermittlungsverfahren sichergestellt.

„Auch wenn es in Aachen keine organisierte Raserszene gibt, ist das Urteil ein klares Signal an Raser generell“, heißt es in der Pressemitteilung der Polizei. Das Urteil ist derzeit noch nicht rechtskräftig.

(red)
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