Infotag in Aachen: "Frau, Beruf und Messe" am 9. April

Vielfältige Informationen : Ein ganzer Berufsmarkt steht den Frauen offen

Frauen fokussieren sich gerne auf Berufe aus Bereichen wie Erziehung, Gesundheit oder Pflege. „Dabei steht ihnen ein reiches Spektrum an Möglichkeiten offen“, meint das Frauennetzwerk der Städteregion Aachen und lädt am Dienstag, 9. April, zu einem Infotag ein, bei dem „Frau, Beruf und Messe“ Im Mittelpunkt stehen.

„Wir wollen Frauen für Berufe sensibilisieren, die sie nicht so ohne weiteres in Betracht ziehen“, meint Ann-Katrin Steibert vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) Region NRW Süd-West. Regionale Arbeitgeber und Frauen aus frauenuntypischen Berufen erzählen von ihren Erfahrungen, und Andrea Hilger von der Agentur für Arbeit Aachen-Düren nimmt unter dem Titel „Frauen und Digitalisierung – Was wird aus meinem Beruf“ auch die Zukunft ins Visier.

Gerade im naturwissenschaftlich-technischen Mint-Bereich und auch im Handwerk gibt es laut Hilger einen großen Bedarf an Nachwuchskräften. Frauen hätten diesen Markt aber noch nicht für sich entdeckt, und würden sich nach wie vor in den Bereichen ausbilden lassen, die von jeher die Domäne der Frauen sind: In der Pflege beispielsweise oder im Gesundheitswesen. „Es mangelt an Vorbildern, die ihnen zeigen, dass auch andere Berufe interessant sein könnten“, sagt Hilger. So steht der Infotag ganz im Zeichen derer, die in außergewöhnlichen Berufen erfolgreich sind. So erzählen eine Mechatronikerin, eine Fahrlehrerin und eine Landschaftsarchitketin von ihren Erfahrungen.

Der Tag startet um 9 Uhr im Berufsinformationszentrum der Arbeitsagentur, Roermonder Straße 51, mit einer Begrüßung und verschiedenen Vorträgen. Anschließend stehen Podiumsgespräche mit Frauen aus dem IT-Bereich und den Handwerk auf dem Programm. Und beim „Markt der Möglichkeiten“ bietet sich schließlich die Chance auf eine ganz individuelle Beratung. Verschiedene Infostände nehmen zudem Themen wie berufliche Qualifizierung, Kinderbetreuung und Ausbildungsmöglichkeiten in den Blick.

Alleinerziehende im Fokus

Besonderes Augenmerk wird an diesem Tag auch auf alleinerziehende Mütter gelegt. Frauen, die durch die Familienphase länger nicht in ihrem Beruf gearbeitet haben oder bisher noch keinen Berufsabschluss erwerben konnten, erhalten Beratung durch das Jobcenter und die Arbeitsagentur zur „Förderung einer zukunftsorientierten Ausbildung“, auch in Teilzeit.

Und mit Blick auf die Zukunft ist wohl eines klar: Bei zunehmender Digitalisierung werden viele Arbeitsplätze wegfallen. Laut Andrea Hilger werden aber auch ebenso viele neue entstehen, und dabei spiele der Mint-Bereich eine ganz besonders wichtige Rolle. Schon heute würden händeringend Fachinformatiker für die Systemintegration oder Kauffrauen im IT-Bereich gesucht. Und genau in diesen Bereichen könnten Frauen sehr gut arbeiten, meint sie und verweist zudem auf das „E-Learning“, das ganz neue Möglichkeiten eröffne, da es Kompetenzen für die Arbeitswelt 4.0 eröffne.

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