Aachen: Informationstag zum Schlaganfall: Wie geht es weiter?

Aachen : Informationstag zum Schlaganfall: Wie geht es weiter?

Der „2. Tag des Schlaganfalls“ bietet am Samstag, 21. April, von 11 bis 15 Uhr im Technologiezentrum Agit, Dennewartstraße 25-27 (Nähe Europaplatz), umfassende Informationen zu dem lebenswichtigen Thema.

Neben Fachvorträgen und Workshops von Medizinern und Therapeuten können sich Interessierte, Betroffene oder deren Angehörige kostenlos informieren: über Hilfsmittel, Selbsthilfegruppen, Wohnumfeldanpassungen, die Unterstützung der Leitstelle Älterwerden in Aachen, spezielle Therapiemöglichkeiten, Gefäße und Gefäßchirurgie.

Es wird ein Check geboten

„Die Besucher können ihr Schlaganfallrisiko testen lassen, auch Gesundheits-Checks werden angeboten“, erläutert Sportwissenschaftler Pavle Lederer vom Sanitätshaus Fendel & Keuchen. Der Schlaganfall trifft in Deutschland jährlich rund 270.000 Menschen, von denen knapp 50 Prozent an mittel- bis langfristigen Schädigungen leiden. Häufige Erkrankungen sind Fußheberschwächen, schmerzhafte Schultern sowie Schluckbeschwerden und Aphasien (Störung der Sprache).

Informationen für Patienten und deren Angehörige über individuelle Versorgungsmöglichkeiten bei neurologischen Erkrankungen bieten Spezialisten beim „2. Tag des Schlaganfalls“ an. Für die Bedürfnisse von Schlaganfall-Patienten und von Betroffenen anderer neurologischer Erkrankungen sind ganzheitliche Versorgungskonzepte gefragt, die wissenschaftlich gesichert und nachhaltig sind.

Experten breiten hier ein breites Produktportfolio aus, das speziell auf diese Indikationen zugeschnitten ist. Neben Fußheberschienen und individuell gefertigten Orthesen bietet die funktionelle Elektrostimulation großes Potenzial. „Für die Wahl des richtigen Hilfsmittels sind der Grad der Beeinträchtigung und die angestrebten Aktivitäten des Patienten von entscheidender Bedeutung“, erläutert der Neurorehabilitations-Experte Lederer.

Außerdem im Angebot beim Tag des Schlaganfalls in der Agit: Blutzucker-Test, Cholesterin-Test, Bauchumfang-Messung, Doppler-Ultraschall-Messung sowie die Schlaganfallrisiko-Messung. Jeder kann seine eigene Konstitution prüfen lassen.

Beteiligt am „2. Tag des Schlaganfalls“ sind neben dem Sanitätshaus Fendel & Keuchen die AOK-Gesundheitskasse, die Stadt Aachen mit der Leitstelle „Älterwerden in Aachen“, die Städteregion Aachen (Wohnumfeldverbesserung), das Luisenhospital (Abteilung Gefäßchirurgie mit Chefarzt Dr. Radtke), die Therapiepraxis Dorothee Geilenkirchen, Christiane Stens (Therapie und Pädagogik mit Hunden) sowie diverse Hilfsmittellieferanten.

Tipps bei Pflegebedürftigkeit

Um 11 Uhr beginnt das Vortragsprogramm, wobei Besucherinnen und Besucher natürlich auch persönliche Fragen an die Referenten richten können. Experten vor Ort sind unter anderem: Dr. Cornelius Werner (Facharzt für Neurologie, Uniklinik), Physiotherapeutin Katharina Golombek, Logopädin Janka Muising und Therapieexpertin Dorothee Geilenkirchen. Tipps bei Pflegebedürftigkeit für Betroffene und Angehörige gibt Andrea Amen. Der Eintritt zum „2. Tag des Schlaganfalls“ ist kostenlos.