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Aktionen in Aachen: Indientag bietet ein weites Feld für Entdeckungen mit allen Sinnen

Aktionen in Aachen : Indientag bietet ein weites Feld für Entdeckungen mit allen Sinnen

KHG, Deutsch-Indische Gesellschaft und die Vereinigung indischer Studierender haben für den Indientag am 29. Oktober ein facettenreiches Programm vorbereitet.

Wie schmeckt Indien? Wie tanzt Indien? Welche Farben verbindet man mit diesem Land, und wie funktioniert Yoga? Beim Indientag 2022 am Samstag, 29. Oktober, werden diese Fragen beantwortet – und es gibt noch viel mehr. Veranstaltungsort unter dem Motto „Aachen entdeckt Indien“ ist die Katholische Hochschulgemeinde (KHG), Pontstraße 72, in der Zeit von 12 bis 18 Uhr.

Aisa, der indische Studentenverein „Association of Indian Students in Aachen“, die Deutsch-Indische Gesellschaft und die KHG haben ein informatives und buntes Programm zusammengestellt, das alle Sinne anspricht. „Es gibt gut 2000 indische Studierende in Aachen, viele davon in den Bereichen Informatik Maschinenbau und Elektrotechnik“, betont Jürgen Franz, Vorsitzender der Deutsch-Indischen Gesellschaft. „Das ist die zweitgrößte außereuropäische Gruppe an der RWTH.“

Avinash Gopal, Vorsitzender von Aisa, und Samiksha Mhatre vom Vorstand haben darauf geachtet, dass der alle zwei Jahre stattfindende Indientag (zuletzt 2019) nach der Corona-Zwangspause im letzten Jahr etwas Besonderes wird. „Natürlich gibt es auch Bollywood-Tanz, aber zugleich Volkstänze aus Maharashtra und dem Punjab“, betont Samiksha Mhatre, die in Aachen im Institut für Regelungstechnik (IRT) im Bereich Industriesysteme und Produktionssystem studiert.

„Wir haben keine Angst vor Klischees und werden gleichzeitig den klassischen indischen Tanz zeigen.“ Was für den Aisa-Vorsitzenden Gopal, aktiv bei der Entwicklung von Software-Systemen an der Hochschule, wichtig ist: „Es wird alles begleitet und erläutert, wir möchten wirklich Einblick in die Vielfalt unserer Kultur geben.“ Unter den Tänzerinnen und Tänzern sind übrigens zahlreiche Studierende. Auf der Terrasse der KHG werden sie zudem weniger bekannte indische Sportarten demonstrierten.

Indien und Yoga – ein großes Thema, dem man sich bei körperlich-geistigen Übungen (auch zum Mitmachen) widmet und dabei über indische Philosophie nachdenkt. „Wir möchten die Kulturen auf diesem Weg zusammenführen“, erläutert Markus Reissen, bei der KHG zuständig für internationale und interreligiöse Begegnungen. „Uns liegt daran, in diesem Sinne Brücken zu bauen und miteinander ins Gespräch zu kommen. Wir haben in Aachen schließlich Studierende aus 120 Nationen.“

Das kann im Rahmen des Indientages beim Duft der Räucherstäbchen und dem Bestaunen der indischen Götterwelt im extra aufgebauten Hindutempel gelingen, bei typisch indischem Essen und bei einer Einführung ins Carrom-Spiel. Oder sogar beim Gespräch über 22 Sprachen und zahlreichen Dialekte, die das Land prägen.

Zarte Schönheit bringen die indischen Saris ins Programm. Sachkundige Inderinnen erklären, wie man das traditionelle Kleidungsstück anlegt, das bis zu sechs Meter Seide bietet, und assistieren beim Binden eines indischen Turbans. Zusätzlich kann man sich die Hände mit Henna bemalen lassen und einen Einblick in die indische Musikszene mit typischen Instrumenten gewinnen. „Es gibt nicht nur das Traditionelle, sondern auch heutige indische Musik, Jazz und Klassik“, betont Franz. In Film- und Fotodokumenten bietet der Indientag Ausflüge in die Schönheiten des Landes an. Kein Indientag ohne Basar: Ihn organisieren Schülerinnen des Gymnasiums St. Ursula zugunsten eines indischen Schulprojektes. Vor Ort sind gleichfalls die Medizinische Hilfe für Palani Hills und die Nepal Hilfe Aachen.

Zur festlichen Eröffnung werden Aachens Bürgermeisterin Hilde Scheidt, RWTH-Rektor Ulrich Rüdiger und Parvathaneni Harisch, der Indische Botschafter in Berlin, erwartet.Weitere

Informationen unter www.dig-ev.de; https://khg-aachen.de; www.aisa.rwth-aachen.de.