Inda-Gymnasium in Aachen will ins Guinnessbuch der Rekorde

Weltrekordversuch im Jubiläumsjahr : Schüler bauen 555 Insektenhotels

Ein Knistern lag in der Luft. Das Sommerfest des Inda-Gymnasiums zum Abschluss des Jubiläumsjahres der Schule sollte mit etwas Besonderem gekrönt und eröffnet werden.

Da standen sie nun, die 555 Insektenhotels, Teil eines eines einzigartigen Vorhabens: Mit diesen 555 Insektenhotels möchte das Inda-Gymnasium ins Guinnessbuch der Rekorde.

Zwei Monate lang haben Schülerinnen und Schüler des Inda-Gymnasiums gemeinsam mit den Lehrern Daniel Marburger und Markus Schmitz Insektenhäuser gebaut. Die Nisthilfen entsprächen den ökologischen Anforderungen in jeder Hinsicht, versicherte Schulleiter Arthur Bierganz, der die Idee dazu hatte. „Wir haben unbehandeltes Holz, Bambus, Schilf genommen, das nach den Empfehlungen der Naturschutzverbände zusammengebaut worden ist.“ Sponsoren haben die Materialbeschaffung möglich gemacht.

Für jedes Insektenhotel könne man rund vier Stunden Arbeitszeit rechnen. Das lässt ahnen, wie viel Zeit die Schüler für den Weltrekordversuch ihrer Schule aufgebracht haben. „Manche von uns haben sogar mehrere gebaut“, erklärte Nils aus der 6c. Klassenkameradin Greta war eine von ihnen. „Wir haben zunächst jeder eins gebaut, und dann habe ich mit meiner Freundin Laura noch ein weiteres gebaut“, sagt sie.

Beim Bauen hätten alle viel Spaß gehabt, versichern die Schüler. Für zusätzlichen Anreiz hat aber noch ein schulinterner Wettbewerb gesorgt: Die Klasse, die die meisten Insektenhäuser geschafft hat, sollte mit einem Preis belohnt werden.

Wie es überhaupt zu dem Projekt kam? Schulleiter Bierganz hat die Erklärung: „Wir sind eine Unesco-Projektschule und wir wollten unser Jubiläumsjahr mit einer Aktion beschließen, mit der wir uns für die Nachhaltigkeit einsetzen.“ Wichtig sei es, Kinder und Jugendliche zu sensibilisieren. Nun soll das Projekt dokumentiert und als Weltrekordversuch beim Guinnessbuch der Rekorde eingereicht werden. „Es gibt nach unserem Kenntnisstand kein Projekt, das vergleichbar wäre“, sagt Bierganz.

Dass bei diesem Rekordversuch alles mit rechten Dingen zugegangen ist, das prüften und bestätigten die beiden Bezirksbeamten Georg Reichelt und Norbert Ludigs sowie Rita Claßen, Bezirksamtsleiterin in Kornelimünster/Walheim. So dürfte einem Eintrag ins Guinnessbuch der Rekorde eigentlich nichts mehr im Wege stehen.

Die Baumeister durften die Insektenhotels im Anschluss an die offizielle Zählung mit nach Hause nehmen und im Garten aufstellen. „Damit in der eigenen Umgebung etwas gegen das Insektensterben getan wird“, so Daniel Marburger. Dazu hat jeder von ihnen noch einen Samen-Mix bekommen, so dass ganz in der Nähe der selbstgebastelten Unterkünfte auch kleine Biotope für Insekten entstehen können.

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