In Aachen wird der Bau der "Zeelink"-Trasse vorbereitet

„Zeelink“-Trasse : Die Vorbereitungen für die Pipeline laufen

Ihr Bau ist hochumstritten. Und doch werden in Kürze die Spezialmaschinen anrücken, um die neue „Zeelink“-Pipeline des Bauherrn Open Grid Europe (OGE) in die Erde zu bringen. Die rund 215 Kilometer lange Leitung beginnt bei Lichtenbusch und wird über den Niederrhein ins Münsterland führen.

Auf Aachener Stadtgebiet sind es 13 Kilometer, doch die haben es in sich. Nicht nur, dass zum Beispiel der Brander Wall und die Trierer Straße sowie die A44 untertunnelt werden müssen. Die Pipeline wird in Brand im Bereich der Eckener Straße nur wenige Meter vom dortigen Wohngebiet verlegt. Dort laufen derzeit bereits die Vorbereitungen. So wurde ein kleines Waldstück an der Autobahn gerodet. Neben massiven Sicherheitsbedenken war auch das – wegen des nun nicht mehr vorhandenen Lärmschutzes – ein Kritikpunkt der dortigen Bürgerinitiative, die zahlreiche Einwände ins Planfeststellungsverfahren einbrachte. Erfolglos.

Die Bezirksregierung genehmigte die Trasse, die ein Ersatz für den ursprünglich geplanten südlicheren Weg durch das Indetal ist. Das hatte ebenfalls zu Protesten geführt. Wegen der massiven Kritik der Anwohner an der jetzigen Trasse hat die SPD zwischenzeitlich einen Eilantrag gestellt mit dem Ziel, dass „Zeelink“ im betreffenden Bereich deutlich tiefer verlegt wird als die vorgesehenen 1,20 Meter.

Nachdem das Planfeststellungsverfahren nun jedoch beendet ist, wird dies erfolglos bleiben. Zumal: Laut Open Grid Europe soll bereits am 1. April, bei sehr gutem Wetter sogar schon im März, Baubeginn sein. Alle Firmen seien bestellt, alle Genehmigungen lägen vor, hieß es auf Anfrage unserer Zeitung. 2021 muss die „Zeelink“-Pipeline laut Bundesnetzplan fertig und in Betrieb sein.

(stm)
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