Aachen: In Aachen kennt er jeden Hausflur

Aachen: In Aachen kennt er jeden Hausflur

Ein typischer Arbeitstag beginnt morgens im Zustellstützpunkt Süd. Hier, in der Neuhausstraße in Forst steht er bereits vor der Auslieferung den 29 Briefzustellern als Ansprechpartner zur Verfügung, bespricht Probleme, berät die Neulinge im Team. „Ein besonders wichtiger Teil der Arbeit”, verrät Ralf Schroeder.

Schroeder ist seit 14 Jahren Qualitätsmanager bei der Deutschen Post. Ein Job, der voller Aufgaben steckt. Regelmäßig bietet er den frischen Kräften Schulungen. Da geht es dann etwa um rechtliche Fragen bei wertvollen Zustellungen oder um den richtigen Umgang mit den noch neuen Packstationen. Wenn es heißt: „Fächer leeren”, fällt der Startschuss für die Zusteller. Auch Schroeder ist von diesem Zeitpunkt an auf Achse. Eine seiner Hauptaufgaben: Qualitätskontrollen bei den Zustellern. Sind die Sendungen ordnungsgemäß hinterlegt? Treten die Boten angemessen gekleidet und mit kompletter Ausrüstung auf ihrer Tour auf?

Sandra Garrels ist eine von denen, die Schroeder an die Feinheiten des Jobs herangeführt hat. Sie arbeitet als Springerin, ist also nicht auf einer festen Strecke als Zustellerin unterwegs, sondern jeden Tag in einem anderen Bezirk im Einsatz. Seit 28 Jahren arbeitet Schroeder bei der Post, 14 Jahre davon war er selbst als Zusteller tätig - „aus Leidenschaft”, versichert er und berichtet nicht ohne Stolz, dass er in und um Aachen „jeden Hausflur und jeden Hinterhof” kenne. Kein Wunder, wenn man seit vielen Jahren täglich zwischen Lemiers und Einruhr, zwischen Würselen und Schmithof unterwegs ist. Rund 150 Kilometer legt er im Schnitt pro Tag zurück.

Für die Postboten, bis heute die geläufig-liebevolle Bezeichnung für die Zustellkräfte, ist der Qualitätsmanager dank „Knopf im Ohr” ständig erreichbar. „Wenn ein Mitarbeiter draußen auf ein Problem stößt, bin ich sofort unterwegs”, spricht es und kommt sofort mit einem eher seltenen, aber doch typischen Beispiel um die Ecke: „Ein Zusteller, damals noch neu, hatte sich im deutsch-belgischen Grenzgebiet verirrt. Da musste ich dann orientierungstechnische erste Hilfe leisten”, erzählt er. Die Grenzen sind eben beizeiten fließend, auch im Aufgabenfeld des Qualitätsmanagers der Deutschen Post.