Aachen: In 100 Jahren bei der Pflege hohe Standards gesetzt

Aachen: In 100 Jahren bei der Pflege hohe Standards gesetzt

Porträts von Heimbewohnern in ihrem Alltag oder beim Werken; Ehrenamtliche, die Familien begleiten, mit Kindern spielen - zu seinem 100-jährigen Jubiläum zeigt der Katholische Verein für soziale Dienste in Aachen e.V., kurz SKM, seine vielen Gesichter.

AZ-Fotograf Andreas Schmitter hat dafür typische Situationen der sozialen Dienste unter dem Dach des SKM eingefangen. „Wir wollten ein Porträt dieses Verbandes im Jubiläumsjahr zeichnen”, erzählt der Geschäftsführer des SKM Aachen, Torsten Nyhsen. „Der Verband lebt schließlich von seinen Menschen”, betont er.

Nach einer feierlichen Messe im Aachener Dom präsentiert der SKM sich und seine Helfer im Forum M in kurzen Gesprächen. Zwischendurch sorgt die A-capella-Gruppe „Mit ohne Alles” immer wieder für musikalische Unterhaltung. Bei den Talkrunden bringt Moderator Bernd Büttgens, stellvertretender Chefredakteur unserer Zeitung, so einiges über seine Gesprächspartner und ihre Arbeit in Erfahrung: Zu den Einrichtungen des SKM gehört der Allgemeine Sozialdienst, der Menschen jeden Alters bei Amtsgängen, in sozialen oder finanziellen Fragen berät und unterstützt.

Auch die Gesetzliche Vertretung durch den SKM ist Teil des sozialen Engagements. Sie übernimmt Aufgaben für Menschen, die ihre Angelegenheiten nicht mehr eigenständig erledigen können. Ein weiteres wichtiges Standbein des SKM ist die Altenhilfe. So zum Beispiel das Seniorenzentrum Heilig Geist, das sicherlich auch Standards gesetzt habe für Pflege in Aachen, wie Winfried Winkler vom Heimvorstand erklärt: Es war das erste Haus, das Sozialarbeiter einstellte, Urlaubsfahrten anbot und eine öffentliche Cafeteria einrichtete. Noch viel wichtiger sei aber die Herzlichkeit, die die Seniorenzentren Heilig Geist und Rothe Erde auszeichne, sagt Winkler.

Neben der hauptamtlichen Arbeit wird auch das Engagement der vielen ehrenamtlichen Helfer deutlich. Petra Lütkemeier und Werner Mertens berichten von ihrer Patenfamilie, der sie zweimal pro Woche mit Rat und Tat zur Seite stehen. Sie gehen mit den Kleinen zum Babyschwimmen, ermöglichen der Mama ein bisschen Zeit für sich - ohne Babys und Windeln. Mertens zeigt sich begeistert: „Wir sind die eigentlichen Gewinner. Was uns jede Woche an Liebe und Lebensfreude entgegenschlägt, ist einfach toll.”

Eine wichtige Erfahrung, denn ohne das Ehrenamt, ohne Vereine und Verbände kann die Pflege und der soziale Dienst am Menschen in Aachen nicht gestemmt werden. Da sind sich die Bürgermeisterin Hilde Scheidt, Kirschenvertreter und die Verantwortlichen des SKM auch zum Jubiläum einig.

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