Aachen: Impuls für närrischen Nachwuchs

Aachen: Impuls für närrischen Nachwuchs

Seit 6x11 Jahren steht der Aachener Kinderkarneval wie ein Fels im närrischen Brauchtum und genießt in seiner Form ein Alleinstellungsmerkmal. Seit 66 Jahren steht die Förderung des närrischen Nachwuchses im Fokus des Arbeitsausschusses Aachener Kinderkarneval (AKiKa).

Jetzt wurde in der Schalterhalle der Sparkasse Aachen am Elisenbrunnen die große Jubiläumsausstellung eröffnet. Sie zeigt den Aachener Kinderkarneval von der Gründung bis heute anhand von Orden, Kostümen, Fahnen, Bildern, Urkunden und anderen Kostbarkeiten. Sogar zwei Originalmodelle von Prinzenwagen für den Kinderkostümzug, die von Matthias Stevens geschaffen wurden, sind zu sehen.

„Es war der Weitsicht des legendären Aachener Karnevalsfunktionärs Jacques Königstein zu verdanken, dass ein eigener Arbeitsausschuss nur für den Kinder- und Jugendkarneval gegründet wurde“, blickte Frank Prömpeler, Präsident des Festausschusses Aachener Karneval auf die Anfänge des AKiKa zurück. Wenn es in Aachen den AAK und AKiKa nicht gäbe, dann gäbe es keinen Kinderkarneval, keine Märchenprinzen und keinen Kinderkostümzug, stellte Hubert Herpertz, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse, in seiner Begrüßung fest.

Den AKiKa, seinen vielen Mitarbeitern und den Förderverein Aachener Kinderkarneval (FöKiKa), der seit 4x11 Jahren aktiv ist und dessen Vorsitzende Irmgard von Conta-Kerres mit dem AAK-Verdienstorden geehrt wurde, zeichnen vor allem Beständigkeit, Liebe zum Brauchtum und ehrenamtliches Engagement aus. So ist Wolfgang Radermacher in 66 Jahren nach Dr. Fritz Velz, Sepp Hugot und Franz Baumann erst der vierte Leiter des AAK-Unterausschusses.

Den Erfolg der Arbeit sieht Radermacher darin, dass er sich als Arbeitskreis seine Mitarbeiter selbst aussuchen könne, und das mit dem Märchenprinzen, dem Kinderkostümzug, der Erfindung der Maskottchen „Miez und Anton“ und dem Erkennungslied „Nun auf zum Kinderkarneval“ vier Markenzeichen geschaffen wurden, die bis zum heutigen Tag nachhallen. Außerdem wurden die Schulen und die Karnevalsvereine eng in die Arbeit des AKiKa mit einbezogen.

Die AKiKa-Jubiläumsausstellung in der Schalthalle der Sparkasse Aachen am Elisenbrunnen ist bis zum 26. November während der normalen Öffnungszeiten der Sparkasse geöffnet.

Unter dem Sessionsmotto „Future Lab — en Oche närrisch jeck“ übt der AAK den Schulterschluss mit den Hochschulen der Stadt Aachen. Erstes Ergebnis dieser neuen Zusammenarbeit in Kooperation mit dem Öcher Platt Verein ist das Buch „Mein erstes Kinderbuch auf Öcher Platt“, dem eine CD mit „Leddchere för Kleng än Jrueß“ beigelegt ist. Das Buch erhält Texte von elf traditionellen und kindgerechten Fastelovvends- und Kengerleddcher. Zeichnerisch umgesetzt wurde das empfehlenswerte Buch durch Kristina Mostovaia.

Die dem Buch beigefügte CD trägt die Handschrift des Produzenten Meinolf Bauschulte, der für die Aufnahmen im Tonstudio unter anderem Sabine Verheyen, Dirk von Pezold, Richard Wollgarten und die Kenger vajjen Beverau gewinnen konnte. Erhältlich ist das Buch zum Preis von 15 Euro bei Buchhandlung Schmetz am Dom, Mayersche Buchhandlung, Nobis Bäckerei, Kunsthandlung De Bernardi und bei der Alwin Fiebus Gastronomie.