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Folgen für Testzentren: Immer weniger Corona-Bürgertests in der Städteregion

Folgen für Testzentren : Immer weniger Corona-Bürgertests in der Städteregion

Diese Entwicklung haben viele erwartet: Seit nur noch einige Personengruppen Anspruch auf einen kostenlosen Coronatest haben, ist die Nachfrage deutlich gesunken. Das hat Folgen für die Testinfrastruktur.

Einige haben die Öffnungszeiten eingeschränkt, andere den Betrieb komplett eingestellt: Immer mehr Teststellen reagieren auf die sinkende Nachfrage nach Antigenschnelltests. Seit nur noch bestimmte Personengruppen Anspruch auf einen kostenlosen Coronatest haben, sind in der Städteregion Aachen sechs Teststellen abgemeldet worden, weitere zwölf wurden „ruhend gestellt“, wie Detlef Funken, Sprecher der Städteregion, am Donnerstag auf Anfrage mitteilt.

Es ist eine Entwicklung, die von vielen erwartet wurde. Seit Inkrafttreten der neuen Corona-Testverordnung zum 30. Juni dieses Jahres ist die Anzahl der täglichen Testungen rapide gesunken. Das belegen Zahlen, die das städteregionale Gesundheitsamt unserer Zeitung zur Verfügung gestellt hat. Demnach sind im Juni insgesamt 282.783 Abstriche in Aachen und den Altkreis-Kommunen gemacht worden, um im Schnellverfahren eine Infektion mit dem Coronavirus nachzuweisen oder eben auch auszuschließen. Etwa sechs Prozent dieser Tests fielen positiv aus.

Im Juli verzeichnete das Gesundheitsamt nur noch 176.562 Bürgertests – ein Rückgang um 37,5 Prozent. Noch weniger waren es im August: In dem Monat wurden nur noch 137.696 Tests registriert, ein weiteres Minus von 22 Prozent. Immerhin: Die Positivrate, also der Anteil der Bürgertests, bei denen Corona nachgewiesen wurde, sank von 12 Prozent im Juli auf sieben Prozent im August.

Im laufenden Monat September zeichne sich, so Funken, ein weiterer Rückgang der Zahlen ab. Aktuell verzeichnet die Städteregion am Tag zwischen 2.000 und 6.000 Tests, „wobei am Wochenanfang mehr getestet wird“. Die Positivrate liege bei etwa fünf Prozent.

Wer seinen Antigenschnelltest selbst bezahlt – etwa weil er oder sie Kontakt zu einer infizierten Person hatte, aber mit dieser nicht im selben Haushalt wohnt – zählt nicht zu den Bürgertestungen. „Etwa 35 Menschen lassen sich täglich auf eigene Kosten testen – davon sind im Schnitt rund zehn Prozent tatsächlich positiv“, teilt Detlef Funken mit.

Noch gibt es in fast allen Kommunen in der Städteregion Teststellen. Lediglich für Monschau weist die Liste der Schnelltestmöglichkeiten, die die Städteregion auf ihrer Webseite zur Verfügung stellt, keine Teststelle auf. Insgesamt sind laut Presseamt 255 Teststellen im regulären Testbetrieb, davon 195 Arztpraxen, 18 Apotheken, 36 private und sechs medizinische Heilberufe.

Für die Stadt Aachen weist die Städteregion derzeit 43 Teststellen aus, davon sind allerdings nur noch etwas mehr als eine Handvoll weder an eine Arztpraxis noch an eine Apotheke gebunden.

Alle Teststellen: www.staedteregion-aachen.de