Festival : Im Tuchwerk wild Tanzen und dem Regen trotzen

Festival : Im Tuchwerk wild Tanzen und dem Regen trotzen

„Achtet den Garten, liebt einander, seid frei und tanzt“. Das sind die Gebote des Garten Edens. Und daran hielten sich die rund 500 Besucher des Festivals im Tuchwerk in der Soers natürlich auch.

Von 12 bis 22 Uhr heizten am Samstag DJs wie Alex Hövelmann, Sarah Schmitter, Iorie und Onno Roentgen den Besuchern bei der dritten Auflage des kleinen Elektro-Festivals ordentlich ein. Und jene Festival-Liebhaber konnte selbst das schlechte Wetter nicht abschrecken. Selbst im strömenden Regen kamen neue Leute auf das Gelände und ließen sich sogleich von den eher gelassenen House- und Elektro-Beats in die Welt des Garten Edens entführen. Ob der Regen den Fans den Tag vermiesen konnte? Ganz im Gegenteil: „Es hat die Besucher zusammengeschweißt“, stellte Gizem Celik fest.

Es ist bereits das dritte Festival, das die 23-Jährige zusammen mit ihren Freunden Alex Hövelmann, Paul Borucki, Onno Roentgen und Tobias Holzweiler organisiert hat. Angefangen hat alles am Flughafen Merzbrück, mit weit mehr als 500 Besuchern. Doch wollten die Organisatoren das Open-Air-Festival klein halten und wechselten ins Tuchwerk, dessen Industrie-Flair und Backsteinmauern perfekt zu den melodischen und harmonischen Klängen passen. „Es muss nicht nur Party sein“, meint Celik, „wir laden die Besucher in eine Welt zum Entspannen und Wohlfüllen ein.“

An Wänden und in den Hallen stellten lokale Künstler ihre Werke aus, alles war liebevoll mit Blumen dekoriert. Ein Bulli mit Süßigkeiten und ein „Foodtruck“ mit persischen Spezialitäten sortgten für eine passende Verpflegung. Doch für die Veranstalter gehört vorab vor allem eins zum Festival: Jede Menge Arbeit. Angefangen bei der aus Brettern zusammengenagelten Bühne, bis hin zu handgemachter Dekoration – alles ist mit Liebe zum Detail entstanden.

Ein großer Freundeskreis unterstützt die Organisatoren ehrenamtlich. „Es geht uns um das Gefühl, wenn wir die Leute empfangen, es lohnt sich“, freut sich Celik über den erneuten Erfolg. Denn die 430 Karten im Vorverkauf waren blitzschnell vergriffen. Dabei waren die ersten 100 denjenigen vorbehalten, die das letzte Festival ebenfalls besucht hatten. „Viele kommen jedes Jahr, man kennt sich mittlerweile“, so die Veranstalterin, die sich wenn sie nicht gerade Regencapes verteilte, selber unter die tanzende Meute mischte, während ihr Freund Alex am Pult auflegte.