Aachen: Im Einhard heißt es Baggern statt Büffeln

Aachen : Im Einhard heißt es Baggern statt Büffeln

Bislang führte der Fluchtweg im Einhard-Gymnasium von den Klassenzimmern aufs Dach und dann über verschiedene Treppen nach draußen. Im Zuge der Sanierungsarbeiten wird laut Brigitte Schuh, Gebäudemanagement der Stadt Aachen, ein ganz neues Konzept umgesetzt.

Die Klassen werden über sogenannte „Beipass­türen“ miteinander verbunden. „Der Fluchtweg verläuft also intern, und führt dann über eine einzige Treppe nach unten“, erzählt sie im Gespräch mit unserer Zeitung. Noch innerhalb der Osterferien sollen diese Arbeiten abgeschlossen werden, so der Plan der Stadt. Denn um den Unterricht nicht zu stören, werden alle Sanierungsarbeiten in den Ferienzeiten abgewickelt. Und das mache die Planungen nicht gerade einfacher, sagt die Expertin Schuh.

Das 1973 erbaute Einhard-Gymnasium ist in die Jahre gekommen und bedarf laut Gebäudemanagement einer grundlegenden energetischen Sanierung. Auf dem Plan stehen eine neue, gedämmte Fassade, neue Fenster mit Sonnenschutz, Lüftungsanlagen in den Klassen und Brandschutzmaßnahmen.

In einem ersten Sanierungsabschnitt wird derzeit der Fluchtweg neu angelegt. Genau da, wo das Fundament der Treppe vorgesehen ist, stieß der Bagger auf Fels. Auch das mache die Arbeiten nicht leichter, so Schuh. In jedem Fall gilt: Bis Schulbeginn müssen die Arbeiter wieder abgerückt sein. Sie nutzen die Ferienzeit auch, um die alte Photovoltaikanlage auf dem Dach zu entfernen. „Die entspricht nicht mehr den heutigen Standards“, sagt Schuh. Diese kleine Anlage hatten, so Schuh, Lehrer und Schüler seinerzeit selber montiert. Im Zuge der Sanierungsarbeiten wird es eine neue, größere Anlage geben.

Fassade ist eine Herausforderung

Eine der großen Herausforderungen wird später die Sanierung der Fassade sein. So verlaufen die Bauarbeiten in Etappen und sollen bis zum Herbst 2020 abgeschlossen sein. „In den Sommerferien können wir in Absprache mit der Schule zwei Wochen früher beginnen“, sagt Brigitte Schuh. Dann werden etwa 60 Leute auf der Baustelle sein und intensiv arbeiten. Aber sollte es in den Ferien regnen, hätte das große Folgen für die Planung, so Schuh. Die derzeitige Kälte macht dagegen nichts. Bagger und Laster sind angerückt, und der Bauschutt, der bei den Arbeiten zur Fluchttreppe anfällt, wird in Schubkarren durch das Foyer der Schule bis zum Container gekarrt.

Insgesamt 6,1 Millionen Euro wird die energetische Sanierung der Schule kosten. Das Land unterstützt die Maßnahme mit Fördergeldern in Höhe von 4,4 Millionen Euro.

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