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Im Aachener Wald gab es einen Brand von etwa 6000 Quadratmetern

6000 Quadratmeter betroffen : Brand im Aachener Wald gelöscht

Seit den frühen Morgenstunden brannte der Öcher Bösch im Bereich der Pionierquelle. Ein Waldstück von etwa 6000 Quadratmetern in unwegsamen Gelände ist betroffen. Der Brand ist inzwischen gelöscht, die Ermittlungen zur Ursache laufen.

Dass Spaziergänger, Jogger und andere Waldbesucher am Donnerstag wieder uneingeschränkt durch den Öcher Bösch laufen dürfen, obwohl es hier am Mittwoch noch gebrannt hat, hat mit zwei Dingen zu tun: erstens und vor allem mit dem schnellen Eingreifen der rund 80 Kräfte der Aachener Berufs- und Freiwilligen Feuerwehr. Zweitens aber auch ein bisschen mit Glück.

Gegen 6.45 Uhr ging bei der Feuerwehr der Notruf wegen eines Waldbrandes im Bereich der Pionierquelle zwischen Eupener und Monschauer Straße ein. Nachdem die Einsatzkräfte zunächst wegen eines Kleinfeuers ausrückten, wurde schnell klar, dass das nicht reichen würde. Der Waldboden brannte auf einer Fläche von rund 6000 Quadratmetern. Zum Vergleich: Der Aachener Markt ist etwa 5500 Quadratmeter groß. „Um den Brand zu löschen, haben wir zügig einen sogenannten Wasserpendelverkehr eingerichtet“, sagt Florian Kemper von der Feuerwehrleitstelle im Gespräch mit unserer Redaktion.

Auch Mitarbeiter des Aachener Forstamts waren vor Ort. Der Öcher Bösch wurde wegen des Brands in dem Bereich großräumig für Besucher gesperrt. Die Rauchsäule war in weiten Teilen der Stadt zu sehen – sogar vom Autobahnkreuz aus –, da das Waldstück am Elleterberg ein wenig höher gelegen ist. Nachdem das Feuer gelöscht worden war, begaben sich die Einsatzkräfte unter anderem auch mit Hilfe einer Drohne auf die Suche nach weiteren Glutnestern. Um ein erneutes Auflodern zu verhindern, wurde der Waldboden noch eine Weile gewässert.

Wann genau und vor allem warum der Brand ausgebrochen ist, war am Mittwoch noch unklar. Offenes Feuer ist das ganze Jahr über verboten, Rauchen von Anfang März bis Ende Oktober ebenfalls. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Für Dr. Gerd Krämer, Leiter des Aachener Gemeindeforstamts, steht jedoch fest: Es hätte schlimmer kommen können. „Wir hatten Glück, dass es am Mittwochmorgen relativ windstill war“, sagt er. Auch, dass das Feuer bergab „gewandert“ sei, habe den Einsatzkräften in die Karten gespielt. Krämer erklärt weiter: „Der Waldboden ist an dieser Stelle sehr sandig.“ Das bedeutet, dass das wenige Regenwasser, das gefallen ist, ohnehin schlechter gespeichert wird als anderswo. Hinzu kommt, dass die Bäume in diesem Bereich überwiegend Nadelhölzer sind, anders als in anderen Arealen des Stadtwaldes.

Und eben weil es hier so viele Laubbäume gibt, macht sich Gerd Krämer auch nur bedingt Sorgen, dass es in Aachen bald regelmäßig schlimme Waldbrände geben könnte. Und falls es doch einmal wieder brennen sollte, könne die Feuerwehr zügig reagieren. „Der Aachener Wald ist ein Erlebniswald mit einer sehr guten Wegeinfrastruktur.“ Die Feuerwehr könne überall schnell zur Stelle sein.

Dennoch: Die Trockenheit der vergangenen Monate und Jahre, das größer werdende Problem mit dem Borkenkäfer und auch die Sturmschäden im Wald führten dazu, dass die Waldbrandgefahr grundsätzlich steige. Zumindest für den Rest der Woche soll sie wieder etwas niedriger sein, schätzt Krämer. Denn ab Donnerstag ist endlich wieder etwas Regen für den Raum Aachen angekündigt.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Brand im Öcher Bösch